Allstar Game
Gesucht: Die Felsen am Kreis
Die vierte Abstimmung für das Allstar Game 2026 beginnt heute.

Es geht weiter. Eure Männer für drei Positionen habt ihr schon bestimmt: Demnach werden Konrad Thelen (TV Aldekerk/Niederrhein) und Volker Hermanns (Birkesdorfer TV/Mittelrhein) als Linksaußen dabei sein, während Vincent Schimanski (TV Geistenbeck/Niederrhein) und David Denert (BTB Aachen) jeweils am Regiepult stehen und die Aktionen ihrer Mannschaften lenken werden. Praktisch als letzte Instanz werden sich die Torhüter Sven Plath (ASV Süchteln/Niederrhein) und Pascal Boldt (1. FC Köln/Mittelrhein) eher darum bemühen, ihren Kasten so gut wie möglich zu vernageln. In der vierten Runde unseres Votings fürs Allstar Game, das wir gemeinsam mit unseren Partnern Stanno und OSC Rheinhausen am 31. Mai 2026 in der Sporthalle an der Krefelder Straße 86 in Duisburg-Rheinhausen wieder zu einem Fest für den Handball machen wollen, könnt ihr nun bestimmen, wer sich als „Mann an der Front“ in die gegnerische Abwehr stürzen darf. Was sich wohl nie ändern wird: Manche Trainer halten nur denjenigen Spieler für einen guten Kreisläufer, der vorne Räume für die anderen schafft oder deren Anspiele verwertet – und gleichzeitig hinten im Mittelblock fürs Unterbinden der gegnerischen Angriffe der Hauptverantwortliche ist. Wir sind wie immer gespannt, ihr habt es in der Hand: Stimmt auf unserer Facebook-Seite und unserem Instagram-Kanal ab. Hier sind die Kandidaten – für die Übersicht in der Wahl in alphabetischer Reihenfolge:

 

Die Kandidaten für den Niederrhein

Max Marg (30/Meerbuscher HV)

In Meerbusch haben sie offensichtlich öfter frische Ideen. MHV-Trainer Patrick Losco zeigte seinen Einfallsreichtum unter anderem am 17. Mai 2025, als er gemeinsam mit Thomas Molsner (damals OSC Rheinhausen/Regionalliga) für den Niederrhein ein Teil des Trainer-Duos beim Allstar Game war – und sich über einen Dramasieg freuen konnte (35:32 nach Siebenmeterwerfen). Nun könnte Max seinem Coach in die Auswahl folgen, in der er auch im Rückraum aushelfen könnte. Dort kennt/kannte sich der Zwei-Meter-Mann ebenfalls bestens aus, ehe ihn der MHV seit dem Beginn dieser Saison überwiegend an einen anderen Arbeitsplatz „verbannte“. Losco findet es klasse: „Max versteht das Spiel und er ist aufgrund seiner Größe oft auch über der Abwehr anspielbar. Seine Entwicklung nach dem Umzug an den Kreis ist wahnsinnig gut.“

 

Matthias Meurer (26/DJK Adler Königshof)

Bei den Adlern hatte er einst eine Institution an seiner Seite: Sebastian Bartmann, der sich inzwischen aus dem höherklassigen Handball zurückgezogen hat. Beide eint(e) die Leidenschaft und die Bereitschaft, sich durchzukämpfen – was Matthias nach seinem Wechsel zum OSC Rheinhausen (Regionalliga) erneut zeigen konnte/musste. Nachdem er sich für 2023/2024 viel vorgenommen hatte, zerstörte eine Knorpelverletzung alle Pläne – Operation, sehr lange Pause. Seinen Wert fürs Team konnte er dann in der Saison 2024/2025 zeigen, als er nicht unwesentlich am sechsten Platz beteiligt war. Klar: Mit acht Toren verabschiedete sich Matthias im Mai beim 35:32 gegen den HC Weiden standesgemäß und seit ein paar Monaten erzielt er seine Tore wieder für die Adler Königshof.

 

Stanko Sabljic (37/Interaktiv.Handball)

Natürlich kann Stanko aus einem reichen Schatz an Erfahrungen schöpfen. Der in Mostar geborene Kroate gewann 2008/2009 bereits in Bosnien-Herzegowina die Meisterschaft und den Pokal, ehe er als Profi nach Deutschland wechselte und dort mit dem Bergischen HC und dem HC Erlangen in der 1. Bundesliga spielte. Über die Stationen Zagreb, Hamm-Westfalen, Eintracht Hagen, Schalksmühle-Halver und Wilhelmshaven kam er im November 2021 zu Interaktiv – wo er mittlerweile auch in der 3. Liga mehr als nur Spieler ist. Stanko, inzwischen im Besitz der A-Lizenz, verantwortet als Sportlicher Leiter die Entwicklung der Herrenmannschaften – und er ist als Talente-Mentor zusammen mit Julian Fanenbruck der Trainer der A-Jugend, die gerade erfolgreich in der 2. Bundesliga spielt (Zweiter).

 

Die Kandidaten für den Mittelrhein

Daniel Rischikov (28/HBD Löwen Oberberg)

Daniel ist im Oberbergischen zu Hause – dort, wo sich der VfL Gummersbach als Heimat des Handballs sieht, und er zeigt seit Langem, dass auch jenseits des Profisports viel Leidenschaft vorhanden ist. Vor einigen Jahren (2018) stand er schon einmal, damals für den CVJM Oberwiehl, in einem Allstar-Team für die Landesliga Mittelrhein, konnte aber nicht mitmachen. Zur Saison 2024/2025 hat sich Daniel dem Oberligisten Löwen Oberberg angeschlossen – jener Spielgemeinschaft aus SSV Bergneustadt und TuS Derschlag. Mit den Löwen hielt Rischikov dann die Klasse in der vergangenen Serie erst über einen Zitter-Marathon – als Sieger einer Dreierrunde mit den Drittletzten. Auch in der laufenden Serie scheint das Team einen schweren Stand zu haben und Daniels Qualitäten sind erneut gefragt.

 

Maxim Rojko (20/HC Weiden)

Er hat den größten Teil seiner handballerischen Zukunft noch vor sich, denn 20 ist Maxim erst seit dem 11.11. – jenem Auftakt in die närrische Zeit, die auch in Weiden eine Rolle spielt. Gar nicht närrisch war damals Maxims Entschluss, als Talent den Sprung zur Nachwuchs-Akademie des VfL Gummersbach zu wagen. Geblieben ist er nicht, aber vier Jahre Ausbildung auf höchstem Niveau sowie Einsätze in der A-Jugend-Bundesliga und in der 3. Liga in der U 23 haben sich ausgezahlt. Warum Maxim, einst Jugend-Nationalspieler der Slowakei, zum HC Weiden zurückgekehrt ist? Vor etwas mehr als einem Jahr hat er es so formuliert: „Ich habe Menschen gefunden, die mir mein neues/altes Leben sehr schön machen. Ich habe gemerkt, dass der Verein mir als jungem Spieler den Spaß am Handball wiedergegeben hat.“

 

Marius Többen (23/TuS Königsdorf)

Bis zur C-Jugend war Marius beim TuS Brauweiler unterwegs – ehe der Verein die Handball-Abteilung abschaltete und sich die Mannschaft dem TuS Königsdorf anschloss. Dort stieg er als Noch-A-Jugendlicher mit den Herren in die Verbandsliga auf (2019/2020) und drei Jahre später (2022/2023) gelang ihm mit dem TuS der Sprung in die Oberliga. Nach einem Abstecher zum damaligen Regionalliga-Aufsteiger HSG Siebengebirge gehört Marius Többen inzwischen wieder zur Ersten der Königsdorfer, deren früherer Coach Franziskus Bleck schon im Dezember 2022 viel Lob für ihn übrig hatte: „Er macht in Angriff und Abwehr einen starken Job, ist sehr wissbegierig, bringt sich ein und gibt immer Vollgas.“ Sein heutiger Coach Ole Romberg, einst Mitspieler, kann das zu hundert Prozent bestätigen.