Allstar Game 2026
Gesucht: Die Schützen von Halbrechts
Die sechste Abstimmung für das Allstar Game beginnt heute.

Wir gehen auf die Zielgerade und längst steht fest, dass wir wieder zwei starke Mannschaften zusammenbekommen. Dabei habt ihr in den vergangenen Wochen schon eure Männer für fünf  Positionen bestimmt. Demnach werden Konrad Thelen (TV Aldekerk/Niederrhein) und Volker Hermanns (Birkesdorfer TV/Mittelrhein) als Linksaußen dabei sein, während Vincent Schimanski (TV Geistenbeck/Niederrhein) und David Denert (BTB Aachen/Mittelrhein) auf der Rückraum-Mitte jeweils am Regiepult stehen. Die Torhüter Sven Plath (ASV Süchteln/Niederrhein) und Pascal Boldt (1. FC Köln/Mittelrhein) sind eher fürs Abdichten in letzter Instanz zuständig und als Kreisläufer sollen Matthias Meurer (DJK Adler Königshof/Niederhein) und Marius Többen (TuS Königsdorf/Mittelrhein) hinten im Mittelblock aufräumen sowie vorne in des Gegners Abwehr wirbeln. Zuletzt kamen Bruno Zavada (TV DJK Krefeld-Oppum/Niederrhein) und Niklas Adolph (TV Palmersheim/Mittelrhein) als Rechtsaußen hinzu – wo die Spieler überwiegend aus dem fast exklusiven Kreis der Linkshänder stammen. Wir bleiben auf der rechten Seite: In der sechsten Runde unseres Votings fürs Allstar Game, das wir gemeinsam mit unseren Partnern Stanno und OSC Rheinhausen am 31. Mai 2026 in der Sporthalle an der Krefelder Straße 86 in Duisburg-Rheinhausen wieder zu einem Fest für den Handball machen wollen, könnt ihr nun bestimmen, wer euch auf Rückraum rechts vertreten soll – wo Spieler in der Regel ebenfalls als Linkshänder daherkommen. Unten könnt ihr aber lesen, dass es hier durchaus auch „Abweichler“ gibt. Wir sind wie immer gespannt, ihr habt es in der Hand: Stimmt auf unserer Facebook-Seite und unserem Instagram-Kanal ab. Hier sind die Kandidaten – für die Übersicht in der Wahl in alphabetischer Reihenfolge:

 

 

Die Kandidaten für den Niederrhein

Elias Eiker (25/DJK Adler Königshof)

Von 2006 bis 2013 trug Elias bereits früh das Trikot der Adler, ehe er beim SC Bayer Uerdingen und von 2016 bis 2019 bei TuSEM Essen (unter anderem A-Jugend-Bundesliga) aktiv war – und anschließend erstmals nach Königshof zurückkehrte. Im Winter 2023 freute sich dann der OSC Rheinhausen, den Linkshänder für 2023/2024 an Bord holen zu können. Die Einschätzung des Regionalligisten damals: „Elias wird unser Angriffsspiel mit seiner Dynamik und Spielintelligenz noch variabler machen.“ Für den OSC bestritt er mit acht Toren beim 35:32 gegen den HC Weiden zum Saisonfinale 2024/2025 einen sehr überzeugenden letzten Einsatz, obwohl längst feststand, dass Elias künftig wieder für die Adler in der Oberliga auflaufen würde – die ihn natürlich mit offenen Armen empfingen: „Seine Spielintelligenz, seine Power zum Tor und seine Führungsqualitäten werden unseren Kader enorm bereichern.“

 

Torsten Sanders (31/HSG Wesel)

Einst mischte Torsten bei den Hochspringern mit und erlebte hier im Jahr 2014 bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften U 23 in Wesel einen Höhepunkt, als er den Titel gewann. Später steigerte Torsten seine Bestleistung auf 2,22 Meter (2015), ehe er sich 2019 in Leipzig mit dem persönlichen Rekord von 2,23 Metern bei den Hallenmeisterschaften der Männer die Bronzemedaille holte. Zum Handball zurück (nach der Jugendzeit) fand Tosten 2021 nach dem Ende der Karriere als Hochleistungs-Leichtathlet (2020) bei der HSG Wesel, die ihn liebend gerne in ihren Verbandsliga-Kader aufnahm – und ihn 2023 zum damaligen Regionalligisten MTV Rheinwacht Dinslaken ziehen lassen musste. Seit ein paar Monaten trägt Torsten wieder das Trikot der Weseler, die zurzeit mit 8:2 Punkten auf Rang fünf liegen. Seine Trefferquote? Ziemlich irre: 41 Tore in vier Spielen bedeuten 10,25 pro Partie.

 

Ole Völker (29/Unitas Haan)

Es gibt wenig, was Ole im Dienst seiner Mannschaft nicht übernehmen würde. Torhüter gehört vielleicht dazu. Ansonsten ist der Haaner auch einer, der sich sehr intensiv um die gegnerischen Angreifer kümmert – nicht unbedingt zu deren Vergnügen, denn Ole gilt hinten als kompromisslos. Für die Aktionen vorne ist er grundsätzlich ein gelernter Halblinker, fühlt sich aber inzwischen längst im rechten Rückraum am wohlsten, der längst sein bevorzugter Arbeitsplatz ist und sonst ja eher derjenige von Linkshändern. Sein Motto: „Der Vorteil ist, wenn man nichts gut kann, dass man alles gleich gut kann.“ Der Rechtshänder Völker, der auf Stationen unter anderem beim Bergischen HC, der SG Ratingen und der SG Langenfeld zurückblickt, bestreitet gerade mit der Unitas seine fünfte Saison und will wieder dazu beitragen, dass die nach der Serie 2023/2024 aufgestiegenen Haaner erneut die Klasse halten.

 

Die Kandidaten für den Mittelrhein

Carsten Jacobs (34/BTB Aachen)

Mehr Aachen geht nicht, mehr BTB geht nicht, mehr Leidenschaft geht nicht. Ab 2008/2009 war Carsten, der als Vierjähriger mit dem Handball anfing, bei den ersten Herren aktiv, mit denen er 2013 in die Oberliga Mittelrhein aufstieg und dort die Saison 2016/2017 als Torschützenkönig abschloss. Klar: Einen Linkshänder mit dieser Qualität hätten auch viele andere gerne gehabt – und Carsten Jacobs, der in Aachen lebt und dort geboren ist, wechselte 2016 tatsächlich zur SG Ratingen in die 3. Bundesliga. Zwei Jahre später (2018) kehrte er in die Heimat zurück und gehört dort zu den wesentlichen Stützen im Team von Trainer Simon Breuer – einem weiteren Ur-Aachener, mit dem er übrigens in Ratingen zwei gemeinsame Jahre verbrachte. Was Jacobs auszeichnet: In bisher sechs Regionalliga-Partien hat er 44 Tore erzielt – und er würde sie allesamt sofort hergeben, wenn es seiner Mannschaft helfen würde.

 

Daniel Schuster (41/TV Birkesdorf)

Er kommt einfach nicht los vom Handball. Birkesdorf ist der Heimatverein von Daniel und eigentlich sollte seine Karriere ausklingen, nachdem er 2015/2016 mit dem TV Weiden ein Ticket für die damals neue Regionalliga Nordrhein ergattert hatte. Die Erklärung dafür, nach einer derart langen Pause zurückzukommen, klingt ehrlich: „Es hat mich sehr gereizt, ein Teil dieses neuen Kapitels in Birkesdorf zu sein und noch einmal für den Verein zu spielen, für den ich meine gesamte Jugend im Einsatz war.“ Trainer Luca Feistkorn traut ihm eine starke Saison zu: „Daniel ist physisch in einer super Verfassung und seine Erfahrung und aufgeschlossene Art wird unserem jungen Kader gut zu Gesicht stehen.“ Was für den Teamgeist des Linkshänders spricht, der der Kinder wegen auch Jugendtrainer beim BTV ist: Dass Daniel in der Ersten zunächst auf Rechtsaußen ausweichen musste – kein Problem.

 

Sven Xhonneux (27/HC Weiden)

Der Ur-Weidener mit der eingebauten Leidenschaft für den Handball und einem festen Zug zum Tor kann sich noch ganz gut an den 17. Mai 2025 erinnern, denn Sven stand an jenem Samstag beim Allstar Game schon einmal im Team des Mittelrheins. Er hätte auch sehr große Lust, sich einen solchen Abend erneut zu gönnen – vielleicht sogar, um das damalige 32:35-Drama nach einem Siebenmeterwerfen diesmal in eine andere Richtung zu lenken, ganz sicher aber, um erneut die einmalige Atmosphäre in sich aufzusaugen. Dass Sven aktuell noch nicht auf dem Niveau der vergangenen Saison trifft, kann er dabei verschmerzen, weil er erstens sowieso als Kämpfertyp und Teamplayer gilt und zweitens gerade Weiden die Tabellenspitze in der Regionalliga übernommen hat. Trainer Marc Schlingensief weiß auf jeden Fall, wie wertvoll sein Mann für den rechten Rückraum im Angriff und in der Abwehr ist.