Regionalliga Nordrhein
Oben stürzt Spitzenreiter Korschenbroich, unten atmet Aachen auf
TVK verliert in Gelpe/Strombach mit 29:32. BTB holt gegen Bonn beim 27:22 weitere wichtige Punkte. Mönchengladbach verliert gegen Refrath/Hand mit 26:27 - schon wieder in der letzten Sekunde.

Dynamiker: Die sechs Treffer von Mats Wolf reichten aber nicht, um die durchaus überraschende Niederlage des TV Korschenbroich in Gelpe/Strombach zu verhindern. (Foto: Sven Frank(

HC Gelpe/Strombach – TV Korschenbroich 32:29 (15:12). Die Anhänger von Spannung im Aufstiegsrennen dürfte es freuen, dass der Tabellenführer nach sechs Partien mal wieder eine Niederlage einstecken musste. Die Korschenbroicher hatten sich durch 11:1 Punkte seit Mitte November zumindest von den Ergebnissen her relativ klar an die Spitze des Feldes gesetzt – auch deshalb, weil die Konkurrenz insgesamt nicht konstant genug wirkte. Der TV hätte seine Erfolgsserie vermutlich auch liebend gerne fortgesetzt, stand sich aber an diesem Abend in Gummersbach zu oft selbst im Weg. „Im Großen und Ganzen: Gelpe hat ein gutes Spiel gemacht“, fand TVK-Trainer Frank Berblinger, „aber wir haben sie einfach ins Spiel gebracht und wir haben auf unserer Seite für ein paar Minuten den Kopf verloren – und dann war der Abstand einfach zu groß, um das wieder wettzumachen. Dementsprechend gehen wir verdient als Verlierer von der Platte und wir müssen gucken, dass wir das vernünftig aufarbeiten, vernünftig trainieren, um nächste Woche die entsprechende Antwort zu zeigen.“ Trotz der Pleite im Oberbergischen ist Korschenbroich bei jetzt 20:6 Punkten weiter Erster, es steht jedoch nur noch knapp vor dem Zweiten HC Weiden (18:6). Für Gelpe/Strombach waren die beiden Zähler im Kampf um mehr Sicherheit dagegen sehr wertvoll: Der HC steht bei einer Bilanz von 12:14 Punkten für den Moment auf Rang neun und kann die kommenden Aufgaben etwas entspannter angehen. HC-Trainer Daniel Rodriguez hatte wenig auszusetzen: „Wir sind im Umbruch und so langsam fruchtet das Ganze. Wir haben Stabilität reingebracht und wir haben Korschenbroich heute über das Tempospiel richtig bearbeitet. Die Abwehr war gut und Islam Ahmed Elnoamany im Tor hatte gute Paraden. In Phasen haben wir es spielerisch sehr gut gelöst und ich bin absolut zufrieden mit der Leistung der Jungs.“

Die Hausherren fanden mit dem 3:0 (4.) gut in die Partie, in der allerdings bald auch Korschenbroich ankam – 3:3 (8.). Gelpe/Strombach legte in der Folge immer vor und erarbeitete sich vom 10:9 (23.) durch einen weiteren Zwischensprint das 13:9 (26.). In der Pause hatten sich die Gäste daraufhin offenbar einiges vorgenommen, denn Berblingers Team machte aus dem 12:16 (31.) zunächst das 16:16 (36.). Der Spitzenreiter schaffte es allerdings nicht, die Angelegenheit komplett auf seine Seite zu ziehen – im Gegenteil. „Wir haben wir für sechs, sieben, acht Minuten vorne einen völliges Blackout, wo wir individuelle Fehler machen, klare Dinger nicht reinmachen und technische Fehler, wo wir uns ein Gegenstoßtor nach dem anderen fangen“, meinte Berblinger. Er musste mit ansehen, wie seine Mannschaft über das 16:21 (41.) und 17:25 (44.) innerhalb von gut acht Minuten mit einem 1:9-Lauf ins Hintertreffen geriet und die Begegnung hier aus der Hand gab. Daran änderten selbst zwei Korschenbroicher Auszeiten (41./44.) nichts. Die Gäste gaben im Anschluss zwar nicht auf und verkürzten nach dem 22:29 (53.) noch einmal auf 28:30 (59.), doch die Aufholjagd kam zu spät. Und mit dem 31:28 (60.) durch Mike Heinzerling war die Partie endgültig zu Gunsten der Hausherren entschieden.

HC Gelpe/Strombach: Ahmed Elnoamany, Löpker – Dräger, Maier (8/1), Altjohann, Pötz (4), Viebahn (5), Heinzerling (5), Roth, Müller (3), Meinhardt (7), Quendler, Rostalski, Schimanski.

TV Korschenbroich: Bartmann, Köß – Schiffmann (1), Krantzen (1), Eugler (1), Hartz, Brinkhues, Wolf (6), König (2), Zimmermann (8/4), Büscher, Franz (4), Bitzel (6).

 

TSV Bayer Dormagen II – TV Aldekerk 37:30 (19:14). Es war am Ende doch eine Fata Morgana, eine Illusion oder eine Sinnestäuschung. Aldekerk hatte zwar große personelle Schwierigkeiten, aber Trainer Tim Gentges vor der Partie immerhin auch einige Hoffnung: „Die Jungs sind gewillt und heiß darauf, mal wieder einen von oben zu schlagen.“ Dazu wäre allerdings in der Tat über die 60 Minuten eine Leistung zumindest in der Nähe des Optimums erforderlich gewesen – die der TVA allerdings aufgrund größerer personeller Lücken nicht auf die Platte bringen konnte. Was sich vor allem mit dem Turbostart zum 5:1 (6.) und etwas später beim 8:5 (12.) ganz gut anließ, entwickelte sich für die Gäste zunehmend zu einem nicht mehr beherrschbaren Duell. Knackpunkt: Nach dem 12:10 (22.) erzielte der Drittliga-Absteiger in den nächsten sechs Minuten und 15 Sekunden gar keinen Treffer, während die Dormagener durch einen 7:0-Lauf die Wende zum eigenen 17:12 (29.) kurz vor der Pause auf die Platte legten. Davon erholte sich Gentges‘ Team trotz durchaus erkennbarer einzelner Versuche, die Partie in der zweiten Halbzeit wieder offen zu gestalten, nicht richtig. Das Beste aus der Sicht der TVA war am Ende sogar, dass er die beim Stande von 22:31 (47.) drohende Pleite im zweistelligen Bereich vermeiden konnte. Die höchste Saison-Niederlage stand hinterher mit den sieben Toren Unterschied trotzdem auf der Anzeigetafel, sodass sich Aldekerk nach dem Ende der Hinrunde mit seinen 13:13 Zählern als Siebter zwar soeben in der oberen Hälfte befindet und gleichzeitig doch nur im Mittelmaß. Dormagen dagegen festigte bei jetzt 18:8 Punkten den dritten Rang hinter dem TV Korschenbroich (20:6) und dem HC Weiden (18:6). Dass für TSV-Coach Peer Pütz hinterher aus Dormagener Sicht das Ergebnis und die Leistung passten, war nicht besonders verwunderlich: “ Wir haben uns am Anfang ein bisschen schwergetan. Wir haben aber ganz gut die Ruhe bewahrt und zumindest schon mal den Abstand verkürzt. Im zweiten Teil der ersten Halbzeit haben wir dann einen guten Job gemacht und am Anfang der zweiten Halbzeit waren wir noch mal ein bisschen nachlässig und haben den Vorsprung kleiner werden lassen, aber alles in allem haben wir das Spiel recht souverän nach Hause gebracht.“

Bitter für die Gäste: Beim Stande von 12:11 gab es zunächst einen Zeitstrafe gegen Steffen Hahn (22.) und der TSV nutzte die Überzahl übers 12:12 (24.) zum 13:12 (24.). Dann hatte Dormagen danach bereits auf 14:12 (25.) erhöht, ehe der TVA seinen Mittelmann Roman Grützner durch eine direkte Rote Karte verlor (27.). Die Folge – 15:12 (27.), 16:12 (28.), 17:12 (29.). Beim 17:19 (33.) und 19:21 (35.) waren die Aldekerker noch mal dran, aber der TSV Bayer sorgte mit dem 26:20 (40.) zügig wieder für klare Verhältnisse und brachte den Abend im letzten Drittel ungefährdet über die Runden. ATV-Trainer Gentges, dem ein halber Rückraum fehlte (unter anderem Nick Kirschbaum und Fabian Küsters), war naturgemäß nicht begeistert vom Ergebnis, er hatte jedoch gleichzeitig Verständnis für seine Mannschaft: „Das Spiel stand schon unter sehr schwierigen Voraussetzungen mit den Ausfällen, die wir verkraften mussten. Wir sind aber sehr, sehr gut ins Spiel gekommen, da haben wir mit die beste Abwehrleistung in der Saison gezeigt. Die Rote Karte für Roman Grützner war dann ein richtige Nackenschlag für uns – und da sind wir am Ende des Tages ein bisschen alternativlos in der Breite. Da wird das hier eine unlösbare Aufgabe, denn dazu ist Dormagen einfach zu gut und zu stark. Hinten heraus haben wir es überhaupt nicht mehr geschafft, dass wir die Abwehr kompakt kriegen. Das ist natürlich auch dem ganzen personellen Verschleiß geschuldet. Ich glaube, wenn wir diese Rote Karte nicht kassiert hätten, wäre das deutlich ausgeglichener gewesen. Wir hätten auf jeden Fall die Chance gehabt, was mitzunehmen. Der Kampf und alles hat gestimmt.“ 

TSV Bayer Dormagen II: Conzen, Klein – Srugies, Hinrichs, Kasper (2), Leis (4), Emmerich, Schmidt (2), Ostrowski (1), Bahns (5), Böckenholt (1), Hein (9), Adam (7/4), Schindler, Kriescher (6).

TV Aldekerk: Schoemackers, Keutmann – Pasch (4), Grützner (2), Poot (7), Brockmann (7), Plhak (6/3), Hahn (1), Tobae (1), Kahl, Thelen (2), Gangelhoff, Rutten.

 

VfL Gummersbach II – OSC Rheinhausen 24:29 (14:15). Für mache mag es ein Problem sein, wenn der Trainer nicht an Bord sein kann. Ganz und gar nicht so ist das offensichtlich bei den Rheinhausenern, bei denen sich der am Knie operierte Sascha Wistuba derzeit in Zurückhaltung üben muss. Wistuba selbst legt ja sowieso immer viel Wert darauf, dass er die Dinge beim OSC im Duo und auf Augenhöhe mit dem Kollegen Nico Biermann leitet: „Nico macht hervorragende Arbeit und ich schenke ihm mein vollstes Vertrauen.“ Gemeinsam hatten sich beide offensichtlich für viele Partien der Hinrunde und jetzt jene in Gummersbach das Richtige ausgedacht: Der Erfolg war nach dem Turbostart zum 5:1 (5.) fast ungefährdet und es gab über die gesamten 60 Minuten nur mit dem 0:0 beim Anpfiff und beim 1:1 (2.) kurz darauf mal einen Gleichstand für die Hausherren, die nun bei 5:17 Zählern weiter am Ende der Tabelle festhängen und mit ihrer sehr jungen Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt weiter einen sehr schweren Stand haben. Deutlich freundlicher sieht die Welt für Rheinhausen aus, das sich mit 16:10 Punkten gerade auf dem vierten Platz festgebissen hat – nicht mal sehr weit weg vom Spitzentrio aus TV Korschenbroich (20:6), HC Weiden (18:6) und TSV Bayer Dormagen II (16:8). „Insgesamt sind wir sehr stolz auf unsere Mannschaft und das Ergebnis der Hinrunde“, sagt Wistuba, „wir haben uns als Trainerteam gut gefunden. Für die Rückrunde wollen wir uns oben weiter festigen und wir wollen auch gegen die Top-Teams zeigen, dass wir zu Recht mit oben stehen.“ In die Rückrunde startet der OSC am nächsten Samstag zwar nicht gegen einen der drei Klubs, die vor ihm legen, aber immerhin mit dem nicht weniger reizvollen Ruhrgebietsderby gegen die HSG am Hallo Essen (Fünfter/13:11). 

Nik Dreier eröffnete die Partie schnell mit dem 1:0 (1.) für die Gäste und antwortete aufs 1:1 (2.) der Hausherren durch vier Treffer hintereinander zu jener 5:1-Führung, die als Basis für einen weitgehend souveränen Auftritt diente. Nach dem 11:6 (15.) und 15:11 (27.) verkürzte der VfL zwar bis zur Pause auf 14:15 (30.) und er blieb bis zum 16:17 (38.) dran, aber der OSC ließ sich nicht von seinem Weg abbringen – 20:16 (41.). 23:19 (45.). Nach dem 23:21 (50.) setzte sich Rheinhausen mit dem 25:21 (54.) und 27:23 (57.) wieder auf vier Treffer Unterschied ab, bevor Lukas Hüller und Max Schlögl mit dem 28:24 (59.) und 30:24 (60.) die Schlusspunkte setzten. Wie ausgeglichen die Mannschaftsleistung der Gäste aussah, zeigt ein Blick in die Spielstatistik: Dort stand Noah Adrian mit sechs Toren und fünf von fünf verwandelten Siebenmetern ganz oben – vor dem fünf Mal erfolgreichen Lukas Hüller (5) sowie Alexander Ernst, Nik Dreier, Max Molsner und Max Schlögl, die jeweils vier Tore beisteuerten. 

VfL Gummersbach II: Machnacz, Knackstedt – Shimizu (2), Britz (4), Kübler (1), Bohnenkamp, Rath (7/3), Haglund (1), Kiesewalter (4), Fleisch (1), Patzelt (1), Ulmerich (3), Riedel.

OSC Rheinhausen: Lenz, Seemann – Adrian (6/5), Flach (1), Rippelmeier, Mook, Ernst (4), Dreier (4), Zwarg (1), Hüller (5), M. Molsner (4), Kölsch, Schlögl (4).

 

Borussia Mönchengladbach – HSG Refrath/Hand 26:27 (15:17). Es gibt einen offen erkennbaren Grund dafür, warum Aufsteiger Mönchengladbach so intensiv in den Kampf gegen den Abstieg verwickelt ist: Es gelingt ihm zu selten, eine Chance zum Sieg oder wenigstens einen Teil-Erfolg zu verwirklichen. Das Team von Trainer Ronny Rogawska konnte keins seiner vergangenen sechs Spiele durchbringen und es verzeichnete neben der am Ende klaren Niederlage (25:31) bei der HSG am Hallo Essen zwei Unentschieden (jeweils 28:28) und drei Duelle mit jeweils einem Treffer Unterschied. Zuletzt hatte die Borussia im Derby beim TV Korschenbroich schon besonders viel Pech mit dem Gegentreffer zum 27:28 amtlich festgehalten genau drei Sekunden vor der Schluss-Sirene – und nun ging es ihr gegen die Refrather nicht besser, weil Michel Geerkens im letzten Angriff der HSG (jetzt mit dem siebten Feldspieler unterwegs) einen Abpraller aufnehmen und den Ball ebenfalls drei Sekunden vor dem Ende zum 27:26 unterbringen konnte. Mönchengladbachs Trainer Ronny Rogawska konnte es kaum fassen: „Wir haben alles gegeben und leider hat sich das von der letzten Woche wiederholt. Das ist wie ein Riesenschlag auf den Kopf mit einem Mammuthammer.“ Und weil erneut nichts heraussprang, hängt seine Mannschaft bei 5:17 Zählern als Vorletzter zusammen mit dem Letzten VfL Gummersbach II (ebenfalls 5:17) weiter auf einem der beiden Abstiegsränge fest – nun vier Punkte hinter dem Zwölften BTB Aachen (9:17). Ob Mönchengladbach den Trend ausgerechnet im Nachholspiel am Dienstag beim Dritten TSV Bayer Dormagen II (16:8) beenden kann, ist eine andere Frage – die sich so für die siegreichen Refrather zurzeit nicht mal mehr ansatzweise stellt. Das Team von Trainer Kelvin Tacke sicherte sich nach dem 29:27 über die HSG am Hallo Essen im zweiten Spiel im Kalenderjahr 2026 den zweiten Erfolg, stellte so ihr Konto auf positive 13:11 Punkte und macht von Rang sechs aus weiter – mit genügend Raum nach unten. HSG-Coach Kelvin Tacke gab zu, was für ihn das Wichtigste war: „Es war das erwartet harte Kampfspiel, die Halle war proppenvoll. Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft, die den Kampf von der ersten Minute an angenommen und Präsenz gezeigt hat. In der zweiten Halbzeit wurde es noch mehr Kampf, aber leider auch noch mehr Krampf, die Angriffsleistung wurde immer überschaubarer. Ich denke, das ist unter dem Strich auch ein verdienter Sieg. Für uns ging es nicht um einen Schönheitspreis, sondern darum, diese zwei Punkte zu gewinnen.“

Vor der Pause waren die Hausherren bis zum 7:6 (11.) regelmäßig vorne, ehe Refrath vier Treffer in Folge zum eigenen 10:7 (16.) erzielte und mit dem 17:15 (30.) immerhin ein zwei Tore-Polster in den zweiten Abschnitt transportieren konnte. Dort verkürzte die Borussia auf 19:20 (42.), doch diesmal antwortete die HSG mit einem 4:1-Lauf und sie schien beim 24:20 (49.) auf dem Weg zu einem ungefährdeten Sieg zu sein. Was folgte, war für Borussia-Coach Rogawska gerade wegen der übersichtlichen Chancenverwertung der Gastgeber hinterher das Wichtigste: „Was schön war wie immer in letzter Zeit – wir geben nie auf. Dafür muss ich den Jungs ein Riesenlob geben charaktermäßig.“ Aus dem 24:26-Rückstand in der 56.Minute machte Paul Lipok mit zwei Toren erst das 25:26 (59.) und dann den 26:26-Ausgleich (60.), der allerdings 39 Sekunden später gefühlt nicht mehr besonders viel wert war. „Wir haben vom Anfang bis zum Ende nie so wirklich den Anschluss bekommen und wir sind immer hinterhergelaufen“, stellte Rogawska fest, „wir haben im Angriff immer wieder Lösungen gefunden, aber die Chancenverwertung war schlecht – und das ist dann ausschlaggebend, wenn du mit einem verlierst. Wir belohnen uns nicht. Aber wir haben ja nicht einmal die Hälfte der Saison hinter uns und es geht für uns einfach darum, dranzubleiben.“

Borussia Mönchengladbach: Heck, Hoffmann, Erkes (1) – Dicks, Jennes (1), Weis (8/2), Bremges, Semrau (1), Weisz (5/2), Berner, Westhofen (1), Nix (1), Lipok (6), Markovic (1), Slabospytskyi, Roth (1).

HSG Refrath/Hand: Hablowetz, Krämer (1) – Neukirch (2), Branding, Willers (2), Schallenberg (4), Faust (5), Geerkens (1), Hohenschon, Georgi, Schrage, Noll (7/4), Merz, Speckmann, Baur, Dibowski (5).

 

HC Gelpe/Strombach – TV Korschenbroich 32:29 (15:12). Die Anhänger von Spannung im Aufstiegsrennen dürfte es freuen, dass der Tabellenführer nach sechs Partien mal wieder eine Niederlage einstecken musste. Die Korschenbroicher hatten sich durch 11:1 Punkte seit Mitte November zumindest von den Ergebnissen her relativ klar an die Spitze des Feldes gesetzt – auch deshalb, weil die Konkurrenz insgesamt nicht konstant genug wirkte. Der TV hätte seine Erfolgsserie vermutlich auch liebend gerne fortgesetzt, stand sich aber an diesem Abend in Gummersbach zu oft selbst im Weg. „Im Großen und Ganzen: Gelpe hat ein gutes Spiel gemacht“, fand TVK-Trainer Frank Berblinger, „aber wir haben sie einfach ins Spiel gebracht und wir haben auf unserer Seite für ein paar Minuten den Kopf verloren – und dann war der Abstand einfach zu groß, um das wieder wettzumachen. Dementsprechend gehen wir verdient als Verlierer von der Platte und wir müssen gucken, dass wir das vernünftig aufarbeiten, vernünftig trainieren, um nächste Woche die entsprechende Antwort zu zeigen.“ Trotz der Pleite im Oberbergischen ist Korschenbroich bei jetzt 20:6 Punkten weiter Erster, es steht jedoch nur noch knapp vor dem Zweiten HC Weiden (18:6). Für Gelpe/Strombach waren die beiden Zähler im Kampf um mehr Sicherheit dagegen sehr wertvoll: Der HC steht bei einer Bilanz von 12:14 Punkten für den Moment auf Rang neun und kann die kommenden Aufgaben etwas entspannter angehen. HC-Trainer Daniel Rodriguez hatte wenig auszusetzen: „Wir sind im Umbruch und so langsam fruchtet das Ganze. Wir haben Stabilität reingebracht und wir haben Korschenbroich heute über das Tempospiel richtig bearbeitet. Die Abwehr war gut und Islam Ahmed Elnoamany im Tor hatte gute Paraden. In Phasen haben wir es spielerisch sehr gut gelöst und ich bin absolut zufrieden mit der Leistung der Jungs.“

Die Hausherren fanden mit dem 3:0 (4.) gut in die Partie, in der allerdings bald auch Korschenbroich ankam – 3:3 (8.). Gelpe/Strombach legte in der Folge immer vor und erarbeitete sich vom 10:9 (23.) durch einen weiteren Zwischensprint das 13:9 (26.). In der Pause hatten sich die Gäste daraufhin offenbar einiges vorgenommen, denn Berblingers Team machte aus dem 12:16 (31.) zunächst das 16:16 (36.). Der Spitzenreiter schaffte es allerdings nicht, die Angelegenheit komplett auf seine Seite zu ziehen – im Gegenteil. „Wir haben wir für sechs, sieben, acht Minuten vorne einen völliges Blackout, wo wir individuelle Fehler machen, klare Dinger nicht reinmachen und technische Fehler, wo wir uns ein Gegenstoßtor nach dem anderen fangen“, meinte Berblinger. Er musste mit ansehen, wie seine Mannschaft über das 16:21 (41.) und 17:25 (44.) innerhalb von gut acht Minuten mit einem 1:9-Lauf ins Hintertreffen geriet und die Begegnung hier aus der Hand gab. Daran änderten selbst zwei Korschenbroicher Auszeiten (41./44.) nichts. Die Gäste gaben im Anschluss zwar nicht auf und verkürzten nach dem 22:29 (53.) noch einmal auf 28:30 (59.), doch die Aufholjagd kam zu spät. Und mit dem 31:28 (60.) durch Mike Heinzerling war die Partie endgültig zu Gunsten der Hausherren entschieden.

HC Gelpe/Strombach: Ahmed Elnoamany, Löpker – Dräger, Maier (8/1), Altjohann, Pötz (4), Viebahn (5), Heinzerling (5), Roth, Müller (3), Meinhardt (7), Quendler, Rostalski, Schimanski.

TV Korschenbroich: Bartmann, Köß – Schiffmann (1), Krantzen (1), Eugler (1), Hartz, Brinkhues, Wolf (6), König (2), Zimmermann (8/4), Büscher, Franz (4), Bitzel (6).

 

BTB Aachen – TSV Bonn rrh. 27:22 (12:14). Der Trend könnte kaum unterschiedlicher sein bei den Aachenern und den Bonnern. Während die TSV nach einem sehr starken Saisonstart nun schon zum fünften Mal in Folge als Verlierer von der Platte ging und den Blick als Zehnter (12:14 Punkte) so langsam eher nach unten richten muss, sammelten die Hausherren im dritten Spiel des Jahres 2026 hintereinander etwas Zählbares ein. An Weihnachten noch Schlusslicht, ist der BTB mit 5:1 Punkten aus drei Partien jetzt bei 9:17 Zählern angekommen. Wäre heute Schluss, würde der zwölfte Tabellenplatz der Aachener vor Borussia Mönchengladbach und dem VfL Gummersbach II (beide 5:17) sogar zum Klassenerhalt reichen, und entsprechend gut war die Stimmung bei BTB-Coach Simon Breuer: „Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Einfach fürs Gefühl, nicht nur für die Punkte, dass wir da auch wieder nachlegen konnten, dass das eben kein Ausrutscher nach oben war die letzten beiden Wochen, sondern dass wir da einen guten Schritt nach vorne gemacht haben. Wir haben einfach mit allem gekämpft, was wir haben, und entsprechend das Spiel auf unsere Seite gezogen. Es gab sicherlich den einen oder anderen Ausfall auf Bonner Seite, aber das ist für uns natürlich in dem Moment egal, sodass wir erst mal zufrieden sind. Wir haben jetzt in den ersten drei Spielen im neuen Jahr mehr geholt als in den zehn zuvor. Von daher sind wir ganz froh über den Auftakt und den Abschluss der Hinrunde, wollen aber nächste Woche direkt nachlegen, weil wir natürlich noch einiges vor uns haben.“

Die Gäste erwischten den besseren Start und sie legten zunächst das 2:0 (3.) und 6:3 (12.) vor. Nach dem 8:5 (18.) fand Aachen etwas mehr Zugriff und kam zum 10:10-Ausgleich (24.), doch kurz darauf lag Bonn mit dem 13:11 (29.) wieder vorne und es ging auch mit einer Führung in die Pause. Dass die Angelegenheit im zweiten Durchgang zu Gunsten des BTB kippte, lag anschließend vor allem an einem klaren Torhüter-Plus zu Gunsten der Hausherren. Während die Bonner Keeper nach dem Seitenwechsel nicht an ihre zuvor guten Leistungen anknüpfen konnten, konnte sich Aachen insbesondere auf den starken Louis Zaghloul im eigenen Kasten verlassen. Ihm war es sogar vorbehalten, mit dem 17:16 (42.) die erste BTB-Führung des Abends zu erzielen (42.). Viel wichtiger trotzdem: Breuers Team ließ in der zweiten Halbzeit nur acht Gegentreffer zu. Nach dem 23:22 (52.) bedeutete der Doppelschlag von Tim Schnalle (54./58.) das 25:22 für Aachen. Bonn probierte es nun mit einer offensiven Deckung, doch die Hausherren nutzten die Räume und machte in der Schlussminute den Deckel auf die Partie – 27:22 (60.). „Wie in letzter Zeit leider öfter, fahren wir einmal mehr ohne Punkte nach Hause. Heute haben wir es den Aachenern wenigstens lange schwer gemacht. Leider verlieren wir in der zweiten Halbzeit recht schnell die Kontrolle, weil wir so gar keine Parade mehr haben. Und vorne im Angriff haben wir immer wieder unsere Probleme. Da Daniel Fischer leider krank ausgefallen ist, hatten wir nur einen Kreisläufer dabei und wir haben versucht, viel mit vier Rückraumspielern zu spielen. Da hat man gemerkt, dass das noch nicht komplett eingespielt ist und ein bisschen Zeit braucht“, erklärte TSV-Coach Florian Benninghoff-Lühl.

BTB Aachen: Zaghloul (1), Schüler – Huckemann, Jacobs (6/4), Horn (1), Wudtke (2), Büchel, Käsgen, Klinkenberg (1), Wagner (3), Schmitz, Münster (1), Herzog (1), Denert (1), Schnalle (8), Panse (2).

TSV Bonn rrh.: Krouß, Meißenburg, Czerwinski – Krohn (4), Bullerjahn (2), Santen (1), Heitkötter (1), Fricke, Bitzer, Weber, Sander (1), Kästner (2), Worm (6/4), Bohrmann (5).

 

Unitas Haan – SSV Nümbrecht 34:31 (20:15).