| 05. Februar 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |

Laufrichtung: Lucius Hess (links) und Fynn Johannmeyer hoffen doch sehr, dass sie mit den Opladenern immer einen Sicherheits-Abstand nach unten halten – oder ihn sogar noch ausbauen können. (Foto: Thomas Schmidt)
Irgendwie scheint sich die Frage nicht mehr darauf zu richten, ob drei Teams aus dem Westen den Klassenerhalt schaffen – sondern eher darauf, wann sie den letzten Schritt zu finaler Sicherheit hinter sich bringen. Dabei profitieren sowohl der TuS 82 Opladen (Neunter/16:24) als auch die Bergischen Panther (15:23) und Interaktiv.Handball (Zwölfter/15:23) sehr davon, dass ein Trio auf den drei Abstiegsplätzen ziemlich abgeschlagen aussieht: Die Lage der SG Schalksmühle-Halver Dragons (14./8:30) ist schon nicht rosig, die für den TV Homburg (15./5:31) und das Schlusslicht TSG Haßloch (16./4:34) aber noch kritischer und im Grunde so gut wie aussichtslos. In diesem Zusammenhang haben zum Beispiel die Opladener nicht zuletzt mit dem Blick darauf, dass am Ende bei Punktgleichheit der direkte Vergleich über die Abschluss-Platzierung entscheidet, durchaus bereits einige Hausaufgaben gemacht, denn auf der Habenseite stehen zunächst ein 29:28 vor ein paar Monaten im Heimspiel gegen Haßloch sowie ein 34:23 vor Kurzem bei der TSG. Gegen Homburg hat das Team von Trainer Stefan Scharfenberg mit dem 37:24 aus der Hinrunde ebenso vorlegt wie beim 36:33 gegen die Dragons. Mehr geht kaum in Duellen mit direkter Konkurrenz und nun könnten die Opladener in Homburg den nächsten Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt zurücklegen – wobei es gerade kein Problem zu sein scheint, dass sie diesmal fast 300 Kilometer von zu Hause entfernt auf den Prüfstand treten. In der Bielerthalle konnte der TuS 82 schließlich keine der vergangenen vier Partien gewinnen und im Kalenderjahr bei zwei Niederlagen noch keinen einzigen Punkt holen (23:29 gegen HLZ Friesenheim-Hochdorf II, 22:25 gegen HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II). Die Opladener hoffen selbst, dass sie jetzt wieder eine ähnliche Vorstellung auf die Platte bringen wie an jenem 24. Januar in Haßloch, weil sie einen weiteren Erledigt-Stempel unter die nächste Hausaufgabe vor der Drittliga-Pause über das Karnevals-Wochenende gut gebrauchen könnten. Sollten gleichzeitig die Dragons bei der HSG Rodgau Nieder-Roden (Vierter/25:13) den Kürzeren ziehen, hätte Opladen plötzlich einen Zehn-Punkte-Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Dass der TuS 82 das dann im letzten Drittel der Saison noch hergibt oder Schalksmühle-Halver das noch aufholt, ist theoretisch denkbar – und praktisch eher unmöglich.

In einer ähnlichen Situation befinden sich die Bergischen Panther (15:23), die in den ersten vier Spielen im neuen Jahr auf 2:6 Punkte kamen und neben drei Niederlagen ein wertvolles 34:28 über den Fünften HSG Hanau (24:12) auf ihr Konto überweisen konnten. Nun steht die Mannschaft des Trainergespanns Alexander Oelze/Jens-Peter Reinarz beim Zweiten TV Gelnhausen (30:6) vor einem der schwierigsten Duelle mit einem der Top-Teams, die am Aufstieg in die 2. Bundesliga interessiert sind, ehe am Wochenende nach der Karnevalunterbrechung am 21. Februar die Partie beim West-Nachbarn Interaktiv.Handball folgt. Der Aufsteiger aus Ratingen wiederum begann das Jahr 2026 mit dem wertvollen 29:26 in Homburg, bevor er zweimal hintereinander leer ausging: Das 23:32 gegen den Spitzenreiter HG Saarlouis war dabei erträglich beziehungsweise etwas weniger bitter, während die Ratinger zuletzt beim 18:33 in Gelnhausen viel bis alles schuldig blieben. Das war, obwohl die Niederlage als solche kaum ganz unerwartet kam, nicht alleine mit der Rolle des personell geschwächten Außenseiters zu erklären. Ähnliches kann sich die Mannschaft von Trainer Filip Lazarov jedenfalls in keiner der folgenden drei Partien leisten – weder am Samstag beim Viertletzten HLZ Friesenheim-Hochdorf II (13./15:23), der gerade die erste Position am rettenden Ufer besetzt, noch am 21. Februar gegen die Panther oder am 28. Februar bei den Dragons. Der Longericher SC (Sechster/24:14) schließlich, der sich am vergangenen Wochenende mit dem 42:35 bei den Dragons in offensiver Rekordlaune präsentierte, muss beim Tabellen-Nachbarn TSG Münster (Siebter/23:13) eine schwierige Aufgabe lösen – wie schwierig, belegt ein Blick zurück auf den 20. September 2025. Es war der fünfte Spieltag, als die Kölner gegen den mit weitem Abstand stärksten Aufsteiger zu Hause eine 29:38-Pleite kassierten. Sollte dem LSC nun im Taunus eine Revanche gelingen, bliebe immerhin der Kontakt zur HSG Nieder-Roden (25:13) und Rang vier erhalten. Um im letzten Drittel der Saison noch Platz drei zu erreichen (wie in der vergangenen Serie), müsste Longerich neben dem Fünften HSG Hanau (24:12) und Rodgau auch die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II (28:10) ein- und überholen.