| 09. Mai 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |

Nicht schlecht, oder? Auch Torhüter Sebastian Bliß, Denis Karic (Co-Trainer/Torwart-Trainer) und der junge Keeper Till Windeck (von links) konnten mit der Saison ihrer Ratinger sehr zufrieden sein. (Foto: Thomas Schmidt)
Die Luft war raus, weil es für viele nur noch um wenig bis nichts mehr ging. Heilfroh, dass die Saison beendet ist, war bereits vor einer Woche der TuS 82 Opladen, der seine finale Partie gegen den Meister HG Saarlouis (52:8 Punkte) schon vor über fünf Monaten am 6. Dezember 2025 vorgezogen absolviert hatte (20:27) und nun zusehen konnte, wie die anderen den letzten Schritt in der Serie 2025/2026 hinter sich brachten. Das Beste aus der Sicht des TuS 82, der sich in den vergangenen Wochen personell oft durch die Gegend schleppte: Die 23:37 Punkte und der zwölfte Platz reichten zum Klassenerhalt. Ansonsten gab es für die Opladener manche Auftritte und Ergebnisse, die sie am besten möglichst schnell vergessen sollten. Das sieht beim Aufsteiger Interaktiv.Handball ein bisschen anders aus, der in der Summe kaum etwas mit dem Kampf gegen den Abstieg zu tun hatte und am Ende klar vor den Opladenern landete – was in dieser Form so bestimmt nicht zu erwarten war. Einen Platz in der oberen Hälfte hatte das Team von Trainer Filip Lazarov dabei schon vor dem Anpfiff zur abschließenden Partie gegen die ebenfalls aufgestiegene TSG Münster sicher (Sechster/36:24). Als Nachschlag gönnten sich die mit einer Mischung aus vielen jungen Leuten und ein paar erfahrenen Kräften angetretenen Ratinger jetzt einen am Ende ungefährdeten 37:34-Erfolg über die nicht mit der besten Besetzung und mit einem kleinen Kader angetretenen Gäste aus Kelkheim (Taunus) und Interaktiv glich so sein Konto als Achter auf 30:30 Punkte aus. Die Hausherren lagen lediglich beim 1:2 (4.) hinten und sie erlebten nach der Pause die kritischste Phase, als Münster zum 21:21 (35.) und 22:22 (36.) ausgeglichen hatte. Anschließend machte jedoch die Dreier-Serie vom 26:24 (42.) zum 29:24 (45.) den Weg einigermaßen frei für Ratingen, das es etwas später nach dem 34:27 (52.) allerdings noch mal spannender gestaltete – 35:33 (58.). Der Treffer von Luca Elias Schulz zum 36:33 (59.) machte schließlich alles klar.

Ebenfalls überzeugend beendete der Longericher SC die Saison, denn er baute seine Bilanz aus den vergangenen zehn Begegnungen durch das 37:25 beim HLZ Friesenheim/Hochdorf II (Elfter/23:37) auf zehn Siege und makellose 20:0 Punkte aus. Im Kalenderjahr 2026 musste der LSC überhaupt lediglich eine Niederlage hinnehmen – direkt am 10. Januar mit dem 29:30 gegen die HG Saarlouis (52:8), die wie der Zweite TV Gelnhausen (51:9) an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga teilnimmt. Direkt dahinter kamen – wie vor einem Jahr – auf Rang drei die Kölner (45:15) ins Ziel, die sich dadurch erneut ein Ticket für den nächsten DHB-Pokal sicherten. Ausgeglichen war die Partie in Friesenheim lediglich bis zum 8:7 (12.) für den LSC, der sein Fünf-Tore-Plus am Ende der ersten Halbzeit bald ausbaute und den Abend spätestens nach dem 5:0-Zwischenspurt vom 22:16 (36.) zum 27:16 (44.) mühelos kontrollierte. Deutlich weniger Kontrolle hatten die bereits vorher geretteten Bergischen Panther (13./22:38), die sich mit einer 27:34-Niederlage bei der als Absteiger feststehenden SG Schalksmühle-Halver Dragons (14./19:41) aus ihrer Saison verabschiedeten. Das Team des Trainergespanns Alexander Oelze/Jens-Peter Reinarz legte zwar bis zum 4:3 (6.) jeweils eine Führung vor, geriet aber nach dem letzten Ausgleich beim 8:8 (13.) dauerhaft in Rückstand und kassierte in der zweiten Halbzeit bald die entscheidenden Gegentreffer – 17:19 (33.), 20:24 (41.), 20:28 (45.). Das 26:30 (57.) war zwar so etwas wie ein später Anschluss, aber Gefahr für die Drachen gab es nicht mehr.
Interaktiv.Handball – TSG Münster 37:34 (19:18).
Interaktiv.Handball: Bliß, Windeck – Heinrichsmeyer, Schulz (5), Venedey (1), Szabo (3), Perschke (1), Waldbach (5), Riemann, Sibbel (4), Nuic (1), Schröder (3), Koenemann (1), Maric (7/3), Megale (2), Stock (4).
SG Schalksmühle-Halver Dragons – Bergische Panther 34:27 (18:15).
Bergische Panther: Eigenbrod, Mohr – Müller (5), Hermann, Flemm (2/1), Meurer, Taymaz (4), Lindemann (4), Zulauf, Exner (2), Lorenz (4/1), Vornehm (1), Schütte, Ballmann (2), Schön (1), Elsässer (2/1).
HLZ Friesenheim-Hochdorf II – Longericher SC 25:37 (13:18).
Longericher SC: Kull, Babic – Pyszora (3), Henrich, Richter (3) Gerfen (1), Bertenbreiter (2), Niehaus (5), Leitz (1), Schulz (10/1), Nolting (4), Kremp (1), Becker (2), Kämper (5).