3. Liga
Keine Gefahr – aber fünf Punkte fehlen Opladen
TuS 82 liegt vor der Dienstreise nach Saarlouis trotz einer schwächeren Ausbeute als im Dezember 2024 acht Punkte vor den Abstiegsplätzen. Für die Panther ist das Duell mit den Dragons ein Schlüsselspiel.

Diese Richtung, bitte! Stefan Scharfenberg kennt seine Opladener in- und auswendig – und er hat als Trainer klare Ideen fürs Saisonziel und für den Saisonverlauf. Realistisch darf der TuS 82 aber nicht erwarten, dass er aus Saarlouis was Zählbares mitnimmt. (Foto: Thomas Ellmann)

Luftschlösser, die dann beim kleinsten Windhauch relativ schnell in sich zusammenbrechen könnten, bauen sie in Opladen auch in dieser Saison nicht. Für den TuS 82 und Trainer Stefan Scharfenberg geht es in erster Linie und unverändert darum, sich am besten zu jedem Zeitpunkt aus dem direkten Abstiegskampf rauszuhalten und so früh wie möglich die zum Klassenerhalt erforderlichen Punkte aufs eigene Konto überwiesen zu haben. Und es sieht ganz danach aus, dass die Opladener ihr Ziel in der laufenden Saison wieder erreichen werden, denn als Achter liegen sie bei 14:18 Punkten mit einem ausreichenden Abstand vor den drei Abstiegsplätzen – die momentan an die SG Schalksmühle-Halver Dragons (6:22), an die TSG Haßloch (4:24) und an den TV Homburg (3:25) gehen. Was das Bild leicht verzerrt und vielleicht erhöhte Aufmerksamkeit fordert: Der TuS 82 hat zwei Spiele mehr hinter sich als die Konkurrenz aus dem Keller. Besonders wertvoll in diesem Zusammenhang war das 33:30 in jenem vom Beginn der Rückrunde (10./11. Januar 2026) auf den 30. November vorgezogenen Partie bei Interaktiv.Handball (Zehnter/13:19). Eine Woche später gab es im sogar vom Saisonfinale (8./9. Mai 2026) nach vorne gelegten Heimspiel gegen den Tabellenführer HG Saarlouis (26:4) beim 20:27 keine Punkte und zuletzt beim Heimspiel-Abschluss für 2025 gegen die MT Melsungen II (13./9:19) nach einer klaren Führung (37./22:13) gerade und mit erheblicher Mühe bloß ein 28:28-Unentschieden. Dass nun zum normalen Hinrunden-Ende der nächste Erfolg hinzukommen könnte, muss als eher unwahrscheinlich gelten, weil nach einer knapp 300 Kilometer weiten Dienstreise ins Saarland auf der anderen Seite zum zweiten Mal in kurzer Folge die HG Saarlouis wartet – die bisher als einziger Drittligist zu Hause über eine weiße Weste verfügt (12:0) und diese Tatsache vermutlich behaupten/ausbauen will.

Um die aktuelle Bilanz des TuS 82 mit jener von 2024/2025 zu vergleichen, sind zunächst die beiden kürzlich vorgezogenen Spiele mit einem Sieg und einer Niederlage herauszurechnen. Das Konto stünde danach „netto“ nicht bei 14:18 Punkten, sondern bei 12:16 – was erkennbar unter dem Wert aus dem Dezember 2024 liegt. Damals waren in der Statistik zunächst positive 15:13 Zähler zu finden, die Opladen durch einen 33:23-Erfolg über die VTV Mundenheim auf 17:13 aufstockte. Es war letztlich eine sehr tragfähige Basis für den zweiten Teil der Saison, an deren Ende immerhin ausgeglichene 15:15 Punkte und damit insgesamt 32:28 zusammengekommen waren. Ausgehend davon, dass jetzt in Saarlouis nicht viel herausspringt, ginge Opladen mit 12:18 Punkten ins neue Jahr, sodass in der Summe fünf Zähler zu fehlen drohen – aber mindestens drei oder vier, falls Scharfenbergs Team eine Überraschung landen kann. Beim jüngsten 20:27 gegen Saarlouis sah es ja nach der ersten Halbzeit (12:10) auch nicht schlecht aus. Und ganz nebenbei: Eine der schwierigsten Rückrunden-Aufgaben hat der TuS 82 damit am Samstagabend bereits hinter sich. Darüber hinaus muss sich im nächsten Jahr zeigen, wie die Mannschaft die acht übrigen Auswärtsspiele abarbeiten kann und wie sie damit umgeht, dass die Bielerthalle nur noch bis Ende März für weitere fünf Heimspiele zur Verfügung steht (Sanierungs- und Renovierungsarbeiten). Möglicherweise ist der Nachteil rein sportlich gar nicht so groß: Bislang fällt die Ausbeute mit 8:12 Heimpunkten eher übersichtlich aus und sie liegt sogar hinter der aus den erst sechs Auswärtsspielen (6:6).

Bereits jetzt im Plus gegenüber 2024/2025 liegen die Bergischen Panther (14./11:17), die damals eine relativ üble Hinrunde spielten und mit 6:24 Punkten in die Pause über Weihnachten/Neujahr gingen. Sollte die Mannschaft der vor gut einem Jahr nach acht Spielen ohne Sieg (1:15) für den entlassenen Trainer Erwin Reinacher gekommenen Alexander Oelze/Jens-Peter Reinarz jetzt den bisher fünf Saison-Erfolgen einen sechsten hinzufügen, wäre das ein Meilenstein auf dem Weg zu noch mehr Sicherheit – weil die Panther auf den Drittletzten SG Schalksmühle-Halver treffen. Bei einem Erfolg stünden 13:17 Punkte auf der Anzeigetafel, also etwas mehr als 75 Prozent der 17:43, die im Mai 2025 zum Klassenerhalt reichten. Nicht mehr im Einsatz sind am letzten Wochenende vor Weihnachten Interaktiv.Handball nach dem vorgezogenen 30:33 bei der TSG Münster (Vierter/21:9) und der Longericher SC (Fünfter/19:11) nach dem ebenfalls vorgezogenen 35:37 gegen das HLZ Friesenheim-Hochdorf II (Zwölfter/11:19).