Regionalliga Nordrhein
Korschenbroicher Konstanz und Aachener Aufatmen
TVK festigt durch 36:31 in Bonn souverän die Spitze. Neuer Dritter ist der OSC Rheinhausen. Unten verlässt der BTB mit einem 33:30-Sieg den letzten Platz und sorgt für maximalen Frust in Aldekerk.

Hoch, höher, Franz! TVK-Rückraumspieler Dustin Franz (Mitte), der sich hier gegen die Nümbrechter Marcel Miebach (links) und Tim Hartmann (rechts) durchsetzt, war mit seinen neun Toren der beste Werfer beim souveränen 36:31 des Spitzenreiters Korschenbroich in Bonn. (Foto: Sven Frank)

Auch die Regionalliga 2025/2026 ist ziemlich abwechslungsreich und vielleicht wird sie sogar noch wilder als die Serie 2024/2025 mit dem erhöhten Abstieg: Damals mussten ja in TuSEM Essen II, der HSG Siebengebirge, dem MTV Rheinwacht Dinslaken, dem Bergischen HC II und der kurz nach dem Beginn der Saison zurückgezogenen HG Remscheid insgesamt fünf Mannschaften runter in die Oberliga. Das wird diesmal zwar nicht erneut passieren, weil es durch eine inzwischen erfolgte Änderung der Durchführungsbestimmungen zur Not eine Aufstockung der Klasse auf bis zu 16 Teams geben soll, aber ein Mangel an Spannung lässt sich daraus nicht ableiten. Sicher ist im Moment höchstens, dass sich nahezu keiner seiner Sache dauerhaft sicher sein darf. Eine große Ausnahme: Der TV Korschenbroich gewinnt in der Regel und er bewegt sich wenigstens nach dem Stand Januar 2026 zielstrebig auf die Rückkehr in die 3. Liga zu. Nach dem überzeugenden 36:31 bei der auf Rang sechs abgerutschten TSV Bonn rrh. (12:10 Punkte) festigte die Mannschaft von Trainer Frank Berblinger jetzt bei 18:4 Zählern ihre führende Position vor dem HC Weiden (16:6/hatte diesmal noch Pause), der momentan als der einzige wirkliche Verfolger daherkommt. Neuer Dritter ist der OSC Rheinhausen (14:8), der von der Unitas Haan (Achter/10:12) einen 31:27-Erfolg und so seinen dritten Sieg hintereinander mitbrachte, und auf Platz vier folgt die mit dem 31:25 am Sonntagabend gegen die ebenfalls aufgestiegene Borussia Mönchengladbach um zwei Positionen verbesserte HSG am Hallo Essen (13:9). Dahinter wirkt der Fünfte TSV Bayer Dormagen II (12:8/ebenfalls noch in der Pause) in der Summe zu wankelmütig – ein Punkt, in dem er vom Drittliga-Absteiger TV Aldekerk allerdings deutlich übertroffen wird. Die Aldekerker, die sich im Endspurt 2025 eigentlich auf dem richtigen Weg sahen, erlitten mit dem verdienten 30:33 beim bisherigen Letzten BTB Aachen erneut einen empfindlichen Rückschlag und belegen nun als Siebter mit ihren 11:11 Zählern eine Position irgendwo im Niemandsland der Tabelle. Für die Aachener (6:16) war der Erfolg dagegen nach einer langen Durststrecke von mehr als drei Monaten immerhin ein echter Lichtblick, denn die Mannschaft von Trainer Simon Breuer konnte dadurch wenigstens vorerst auch die rote Laterne abgeben, sodass sie für den Moment vor Mönchengladbach und dem VfL Gummersbach II liegt (jeweils 5:13). Der Haken: Der BTB hat bereits elf Spiele absolviert, damit zwei mehr ausgetragen als die beiden Konkurrenten und zugleich mehr Minuspunkte. Für die Aachener gilt deshalb ebenfalls, dass nichts sicher ist – was Trainer Simon Breuer sehr genau weiß.

 

TSV Bonn rrh. – TV Korschenbroich 31:36 (11:15). Wer kein einziges Mal in Rückstand gerät und dem Gegner nur ein Mal den Ausgleich erlaubt, gewinnt unter dem Strich sicher nicht nicht aus Zufall. Bonns Trainer Florian Benninghoff-Lühl, sowieso nicht bekannt dafür, dass er nach einer Niederlage vorwiegend Ausreden in Anspruch nimmt, traf den Nagel auf den Kopf: „Wir verlieren völlig zu Recht. Korschenbroich legt über die ganze Spielzeit vor und geht verdient als Sieger vom Platz.“  Kollege Frank Berblinger, im Sommer 2024 nach Korschenbroich gewechselt und bis dahin für vier Jahre der Vorgänger von Benninghoff-Lühl als Chefcoach bei der TSV, war vorwiegend erleichtert übers letztlich lare Resultat – weil er ja aus seiner früheren Tätigkeit seht gut einschätzen konnte, wie eng es in der Halle an der Ringstraße für Gastmannschaften werden kann. „Wir sind glücklich, dass wir diese zwei Punkte mitnehmen können“, stellte Berblinger fest, „Bonn hat uns vor viele Aufgaben gestellt und wir mussten von Anfang an komplett da sein. Das haben die Jungs sehr gut umgesetzt.“ Weil der TVK aber der Tabellenführer ist und an sich selbst offensichtlich höhere Ansprüche stellt, fand er auch ein Haar in der Suppe: „Das Einzige, mit dem ich nicht so einverstanden bin, waren die letzten zehn Minuten. Da treffen wir zwar vorne gute Entscheidungen, aber die Abwehrarbeit hinten war nicht mehr vorhanden und wir kriegen zu viele Gegentore. Das ist aber vielleicht ein Stück weit jammern auf hohem Niveau.“ Der Trainer des Hausherren hatte eine längere Mängelliste aufzuführen: „Wir haben immer wieder Phasen, wo wir auf Augenhöhe agieren, aber leider nicht über die vollen 60 Minuten“, fand Benninghoff-Lühl, der mit dem Rückzugsverhalten seines Teams wenig anfangen konnte, „in der ersten Halbzeit können wir auch dank des überragenden René Krouß im Tor den Anschluss halten, gegen Ende haben wir dann zu viele technische Fehler und kassieren einfache Tore. Das macht komplett den Unterschied aus. In der zweiten Halbzeit war es fast das gleiche Bild, in entscheidenden Phasen versenken wir den Ball nicht. Irgendwann sind es dann mal acht Tore und dann ist auch die Hoffnung ein bisschen weg.“

Der TVK erzielte durch Florian Krantzen schnell das 1:0 (1.) und erwischte allgemein den besseren Start – 5:2 (9.). Anschließend kämpfte sich die TSV zwar durch zwei Tore von Luca Bohrmann auf 6:7 (17.) und 7:7 (18.) heran, verlor aber übers 7:9 (21.) und 8:12 (23.) ebenso schnell wieder den Kontakt und geriet nach dem 10:12-Anschluss (25.) beim 10:15 (28.) sogar mit fünf Toren Unterschied in Rückstand. Näher als bis auf vier Tore wie beim 11:15 (30.) vor der Pause und beim 14:18 (35.) oder 16:20 (39.) kamen die Gastgeber in der Folge nicht mehr heran. Korschenbroichs Trainer Berlinger drückte es so aus: „In der Summe war das kein ungefährdeter Sieg, aber auf jeden Fall einer, bei dem wir das Tempo bestimmen konnten, wo wir das Ganze von vorne weg spielen konnten. Darüber war ich sehr, sehr glücklich.“ Spätestens ab dem 24:16 (44.) gab es gar keine Zweifel mehr am Erfolg des Spitzenreiters, der hier den Erwartungen und seiner Stellung als Klassenprimus vollauf gerecht wurde. Dass die Bonner den Schluss-Abschnitt nach dem 21:29 (51.) tatsächlich mit 10:7 für sich entscheiden konnten, war für den Gewinner am Ende kein echtes Problem und für den Verlierer immerhin ein Hinweis, dass es durchaus besser hätte laufen können: „Die Jungs beweisen noch eine gute Moral. Vor allem Tom Sander hat mehr Spielzeit bekommen und das wirklich richtig gut gemacht. Timo Worm ist als Führungsspieler vorangegangen und hat Verantwortung übernommen. Wir haben trotz allem viele Sachen gut gemacht, jetzt müssen wir noch an der Konstanz arbeiten.“

TSV Bonn rrh.: Krouß, Meißenburg, Czerwinski – Krohn (2), Bullerjahn, Santen (1), Heitkötter (2), Fricke (4), Bitzer (1), Weber (3), Fischer, Sander (3), Kästner (2), Worm (8), Bohrmann (5/4).

TV Korschenbroich: Bartmann, Köß – Schiffmann (1), Krantzen (5), Eugler, Hartz (2), Brinkhues, Wolf (2), König (6/3), Zimmermann (7/3), Büscher (3), Franz (9), Bitzel (1).

 

BTB Aachen – TV Aldekerk 33:30 (17:13). Unterschiedlicher hätten die Gemütslagen nach der Partie kaum sein können. Während die Aachener durch den ersten Sieg nach sieben Spielen die Rote Laterne abgeben konnten und hoffen, dass damit der Knoten pünktlich zum Start ins Jahr 2026 platzt, war das Resultat für die Gäste eher ein Rückschritt in der Entwicklung. Aldekerks Trainer Tim Gentges war daher unmittelbar nach der Schluss-Sirene tatsächlich wenig begeistert: „Das Spiel heute hat uns gezeigt, dass es uns an Stabilität fehlt. Dabei sind wir wirklich richtig gut ins Spiel gekommen. Und dann lassen wir wieder zu viele freie Bälle liegen – und anstatt dass es 9:3 steht, steht es auf einmal 8:5 für Aachen. Ab da haben wir aufgehört, da anzusetzen, was wir in den ersten zehn Minuten gemacht haben. Wir haben den Spielfluss nicht eingehalten. Hinten in der Abwehr haben wir auf einmal nicht mehr diese Kompaktheit, nicht mehr diese Aggressivität gezeigt und rennen dann ständig einem Vier-Tore-Rückstand hinterher. Immer, wenn wir die Chance haben, das Spiel zu drehen, machen wir zwei massive Fehler und Aachen ist wieder auf vier weg. Das ist uns drei oder vier Mal in der zweiten Halbzeit passiert. Da machen wir Fehler, die sind einfach unerklärlich. Ich finde das enorm schade, weil diese Mannschaft enormes Potenzial hat und wir es nicht schaffen, das in regelmäßigen Abständen auf die Platte zu kriegen.“

Die Anfangsphase gehörte tatsächlich dem TVA, der ein 5:2 vorlegte (7.), danach jedoch den Faden verlor. Die Hausherren drehten die Partie mit sechs Treffern in Folge zum 8:5 (14.) und erhöhten vor der Pause sogar auf 15:10 (26.). Die Gäste gaben allerdings noch nicht auf und kamen vom 12:17 (28.) über die Pause hinweg wieder auf 17:16 ran (33.). Kurz darauf führte der BTB allerdings wieder mit 22:17 (39.) und in der Tat konnte Aldekerk den Rückstand immer wieder nur verkürzen, schaffte jedoch kein einziges Mal mehr den Ausgleich. Beim 33:27 (58.) durch Joshua Wagner – mit elf Toren bester Werfer des Abends – war die Partie bereits entschieden. „Ich glaube, ich muss keinem erklären, wie gut uns dieser Sieg tut, der erste seit Anfang Oktober. Ich denke, wir haben es hinbekommen, dass jeder seine kleine Teilaufgabe – der eine oder andere auch eine große – sehr gut erfüllt hat. Insbesondere Joshua Wagner hat eines der besten, wenn nicht sogar das beste Spiel gemacht, seitdem er für uns spielt. Nicht nur wegen der elf Tore, er hat auch gut verteidigt und einfach viele richtige Entscheidungen getroffen. Das war sicherlich ein Schlüssel zum Sieg, neben der leidenschaftlichen Abwehr-Torwart-Kombination. In unserer Situation ist das der erste Schritt, wir haben noch viele nachzulegen. Heute können wir uns freuen, am Montag gehts weiter“, meinte BTB-Coach Simon Breuer.

BTB Aachen: Zaghloul, Schüler (1) – Monteiro Pai (2), Huckemann (1), Jacobs (8/4), Horn (1), Wudtke (1), Büchel (3), Klinkenberg, Wagner (11), Schmitz, Münster (1), Herzog, Denert, Schnalle (1), Panse (3).

TV Aldekerk: Schoemackers, Keutmann – Grützner (3), Kirschbaum (1), Poot, Brockmann (2), Plhak (10/6), Hahn, Könnes (3), Perey (1), Tobae (4), Küsters (2), Kahl (4), Thelen, Gangelhoff, Rutten.

 

Unitas Haan – OSC Rheinhausen 27:31 (13:14). Die Rheinhausener begannen das neue Jahr so, wie sie das alte beendet hatten – mit einem Erfolg über einen Kontrahenten aus der unteren Tabellenhälfte. Nach dem 34:29 beim HC Gelpe/Strombach und dem 32:23 gegen den BTB Aachen in den beiden letzten Dezember-Einsätzen brachte der Erfolg am ungewohnten Sonntag-Vormittag sogar schon den dritten doppelten Punktgewinn hintereinander für den OSC und das Team des Trainergespanns Sascha Wistuba/Nico Biermann setzte gleichzeitig eine weitere Serie fort: Auch im elften Meisterschaftsspiel in der Saison 2025/2026 erreichte Rheinhausen die Marke von 30 Treffern und mit 375 Toren liegt der Schnitt nun bei 34,09 pro Partie – und hier kommen im oberen Drittel nicht mal der Erste TV Korschenbroich (30,81), der Zweite HC Weiden (33,00) oder der Vierte TSV Bonn rrh. mit (32,81). Wistuba war allerdings nicht mit der Statistik, sondern eher mit dem Auftritt in Haan ziemlich zufrieden: „Es war das erwartet schwere Spiel zum Jahresauftakt. Umso mehr sind wir froh, dass wir den Sieg mit nach Hause nehmen. Wir brauchen etwas, um ins Spiel zu kommen, setzen uns dann aber zur zweiten Halbzeit solide ab, können viel rotieren und bringen den Sieg sicher über die Ziellinie.“ Dass es bei den Gästen nach dem 29:22 (51.) angesichts einiger personeller Wechsel zumindest leicht hakte und die letzten achteinhalb Minuten mit einem 2:5 endeten, konnten die Gäste dann auch locker wegstecken. 

Den schwungvolleren Start in die Partie erwischten mit dem 5:2 (7.) eindeutig die Gastgeber, doch der OSC fand mit vier Treffern hintereinander zum 6:5 (10.) innerhalb von nur drei Minuten aus seiner Sicht rasch passende Antworten. Haan konterte hier noch mit dem 9:7 (15.) und später in der ersten Halbzeit nach dem 10:12 (26.) mit dem 13:12 (28.), kam dann allerdings nur bis zum 16:16 (37.) im zweiten Durchgang für Zählbares in Frage.  Rheinhausens 6:2-Lauf vom 18:16 (39.) übers 22:18 (43.) bis hin zum 24:18 (46.) war kurz darauf die frühzeitige Entscheidung in dieser Partie – in der Haan nach der frühen Roten Karte gegen Ole Völker (33./dritte Zeitstrafe) beim Stande von 14:14 am Anfang des zweiten Abschnitts ohne einen wichtigen Stabilitätsfaktor für die Defensive auskommen musste. 

Unitas Haan: Seher, Joest – Schulz (5), Mensger (9/4), Richartz (1), Wöstmann (3/2), Brandenburg (1), Maesch, Hinkelmann (5), Schweden, Rath, Völker (2), Austrup (1).

OSC Rheinhausen: Lenz, Seemnn – Adrian (8/4), Rippelmeier, Ernst (4), Kauwetter (1), Dreier, Zwarg (2), Hüller (5), M. Molsner (1), Käsler (4), Kölsch (3), Schlögl (3).

 

HSG am Hallo Essen – Borussia Mönchengladbach 31:25 (16:10). Grundsätzlich hätten die beiden Aufsteiger sich nach acht Minuten oder spätestens nach einer guten Viertelstunde darauf verständigen können, dieses Duell am Sonntagabend abzubrechen. Essen lag nach einem Blitzstart, bei dem die Gäste noch gar nicht auf der Platte zu sein schienen, jeweils deutlich mit sechs Treffern Differenz vorne – 6:0 (9.), 10:4 (16.), 11:5 (18.). An dieser Lücke änderte sich bis zum Ende der ersten Halbzeit im Wesentlichen nichts mehr und im zweiten Abschnitt sah es über weite Strecken ähnlich aus: Essen behielt die Dinge ebenfalls jederzeit im Griff, obwohl der Regionalliga-Toptorschütze Matthis Blum (bisher im Durchschnitt bei rund neun Toren pro Spiel) diesmal mit für seine Verhältnisse fast bescheiden aussehenden fünf Treffern von der Platte ging. Erfolgreichste Werfer der HSG waren Simon Ciupinksi und Tim Schupe (jeweils sechs). „Ich bin mehr als zufrieden mit meiner Mannschaft“, sagte Essens Trainer Niklas Rolf, der eine Bestnote an seinen Keeper Dean Christmann verteilte, „wir haben früh genug den Deckel auf das Spiel gemacht. Hinten heraus ist es noch mal ein bisschen sehr fahrig geworden, aber das Spiel war nie in Gefahr. Wir haben das mannschaftlich geschlossen sehr gut gemacht mit viel Willen und Einstellung.“ Für die Borussia, die auf der Zielgeraden des Jahres 2025 ganz gut in der Regionalliga angekommen zu sein schien (5:3 Punkte nach den 0:6 vom Start), war die Partie auf der anderen Seite die vierte hintereinander ohne einen doppelten Punktgewinn – und Trainer Ronny Rogwaska gab hinterher ohne Umschweife zu, warum es diesmal erneut nicht reichen konnte: „Wir waren ratzfatz mit 0:6 hinten durch viele technische Fehler im Angriff und eine sehr schlechte Chancenverwertung. Das Abwehr-Torhüter-Spiel hat nicht gut funktioniert. So sind wir immer den sechs Toren Rückstand hinterhergelaufen bis zum Ende. Es waren Momente im Spiel, wo wir uns gut Bälle erarbeitet und gekämmpf haben. Wir hatten eine Effektivität von 58 Prozent im Angriff und damit wird es sehr schwer, etwas zu bewegen.“

Die Essener gerieten, nachdem sie sich einmal eine klare Führung erarbeitet hatten, nicht mal mehr ansatzweise in Gefahr und sie konnten sich gegen Ende ohne Probleme die eine oder andere Nachlässigkeit erlauben. Beim 21:29 (52.) musste Mönchengladbach für ein paar Augenblicke sogar eine Pleite jenseits der zehn Tore Differenz befürchten, weil sich am gesamten Auftritt grundlegend einfach nichts ändern wollte. „Essen hat einfach seinen Stiefel runtergespielt“, fand Rogawska, „dafür sind die einfach zu gut und zu routiniert, um das Spiel so zu gestalten, und so gewinnen sie verdient. Ich hätte mir von uns erhofft, dass wir ein bisschen mehr Präsenz in der Abwehr und Glauben an die Sache zeigen. Daran werden wir jetzt arbeiten.“ Ob das am kommenden Wochenende zu einem Erfolgserlebnis reicht? Es steht schließlich am Freitagabend das Derby beim Spitzenreiter in Korschenbroich auf dem Programm, das für alle Beteiligten – Rogawska eingeschlossen – immer was Außergewöhnliches ist und in dem viele Dinge passieren können. Dass die Borussia alles geben wird, liegt auf der Hand, sieht jedoch bei den Korschenbroichern nicht anders aus. Deshalb spricht viel mehr dafür, dass Mönchengladbach seine Punkte für den Klassenerhalt bei anderen Gelegenheiten suchen muss.

HSG am Hallo Essen: Stecken, Christmann – Sinkovec (3), K. Bekston, Ciupinski (6), Blum (5/1), Basholli, Neitsch (1), Enders (2), Szczesny (4), Ellwanger, Basic (3/1), Genkel, A. Bekston (1), Schupe (6).

Bor. Mönchengladbach: Heck, Hoffmann, Erkes – Prinz, Weis (1), Herholz, Bremges (3), Semrau, Weisz (3/1), Berner (7), Westhofen (3), Nix, Lipok (5), Markovic (2), Slabospytskyi, Roth (1).

 

HC Gelpe/Strombach – SSV Nümbrecht: 43:29 (18:14).