3. Liga/Regionalliga/Oberliga/Verbandsliga
Das neue System: Wo Fallstricke und Chaos lauern
Handball360 bringt den Vereinen besonders eins - einen Berg an Arbeit. Es gibt ein paar positive/gelassene Stimmen, anderenorts herrscht eher Entsetzen. Sogar von "Müll" ist die Rede.

Scheint vor dem Beginn der neuen Saison echt zu leiden: Peter Trimborn, Trainer des TV Palmersheim, liebt ja den Handball. Deshalb äußert er sich entsprechend, wenn was aus seiner Sicht nicht stimmt – wie in diesem Fall. (Foto: Michael Jäger)

Es weht ein Hauch von Philosophie durchs Land. Das alles könnte auch in die Kategorie Tragikomödie fallen – wenn sich denn irgendwo auffallend heitere Elemente entdecken ließen. Am ehesten wäre wohl die Einordnung in den Bereich des Unfassbaren hilfreich. Und lesen diejenigen, die sich dieses Schriftstück einst ausgedacht haben, manchmal auch darin? Was der Deutsche Handball-Bund in den Jahren 2021 und 2022 erarbeitet und herausgegeben hat, kommt als „Strategie-Konzept für Handball-Deutschland“ daher und trägt den Titel „Perspektive 2030 – Jahrzehnt des Handballs“. Darin „werden eine Vision und drei große, übergeordnete Missionen definiert“. Die Vision: „Die Relevanz des Handballsports steigern“. Eine der darunter aufgeführten Missionen; „Fans und Aufmerksamkeit“. Die Mission umfasse drei große Ziele. Eins davon: „Wir führen eine zeitgemäße und zielgruppenspezifische Kommunikation“. Ein anderes: „Handball.net wird die digitale Heimat der Handball-Familie.“ Spätestens an dieser Stelle dürften zahlreiche Verantwortliche in den Vereinen sowie Trainer und Spieler schlucken. Los ging es nicht erst im November 2025, als der Bundestag des Deutschen Handball-Bundes beschloss, „ganz Handball-Deutschland“ eine einheitliche Verbands-Management-Software zu verpassen. Arbeitstitel: „Handball360“. Damit „gelang die Grundlage für einen großen Digitalisierungssprung“, hieß es. Das System ist mit dem Beginn der kommenden Saison 2026/2027 bindend. Und es bietet offensichtlich eine Reihe von Fallstricken, festzumachen unter anderem an diesem Thema: Alle – Spieler, Trainer, Funktionäre, Schiedsrichter – müssen sich im neuen System mit ihrer E-Mail-Adresse registrieren. Sollte jemand nicht registriert sein, darf er nicht mitmachen, in keiner Funktion, weder als Aktiver auf der Platte noch als Offizieller. „Mit Handball360 wird digitales Verbandsmanagement verständlicher, transparenter und nutzerfreundlicher“, sagt der DHB, „die Handball-Software soll Abläufe vereinfachen, Daten besser zusammenführen und die Arbeit im Handball-Alltag im Verein, in der Halle, in der Geschäftsstelle und im Ehrenamt spürbar unterstützen.“ Wenn es denn nicht so traurig wäre, würden wir mitlachen.

Knapp drei Wochen vor dem Beginn der Saison in der 3. Liga und sechs vor dem Auftakt in der Regionalliga und den anderen Klassen darunter herrscht vielerorts nichts wirklich Geordnetes, sondern Chaos. Für die zahlreichen Kritiker bringt es Peter Trimborn, der Trainer des Oberligisten TV Palmersheim, besonders markant auf den Punkt: „Vielleicht ist es vorher irgendwo getestet worden, aber das hätte man vielleicht mal eine ganze Saison testen sollen. Systeme sind halt bei so etwas immer anfällig. Wenn das nicht hundertprozentig funktioniert, hast du halt irgendwo Müll. Und ich glaube, der Müll wird gerade produziert.“ Dazu passt perfekt eine der offenen Baustellen für Außenstehende. Wer spielt überhaupt wann und wo? Keiner weiß es. Und nachzulesen ist es bisher nirgendwo. Handball.net verwöhnt für den ersten Spieltag in der 3. Liga (30. August) wenigstens mit den Paarungen Team A gegen Team B bis zu Team O bis Team P. Das ist Außendarstellung der besonderen Art. Und ganz nebenbei: Selbstverständlich haben wir dem DHB die Gelegenheit eingeräumt, über seine(n) zuständigen/verantwortlichen Mitarbeiter zum Thema Stellung zu beziehen und eventuell auf kritische/kritisierten Punkte einzugehen. Das war am Donnerstag am späten Vormittag. Die Gelegenheit zu einer Antwort oder Reaktion fand aber weder die Leitung noch ein sonstiger Mitarbeiter aus der zuständigen Abteilung. Das ist Öffentlichkeitsarbeit der besonderen Art und spricht nicht nur in diesem Fall für sich.

Es gibt für Handball360 auch Befürworter – wie die HSG am Hallo Essen: „Die HSG am Hallo begrüßt die Einführung von Handball360. Diese innovative Lösung soll nicht nur die Verwaltung der Vereine erleichtern, sondern auch den Austausch zwischen den Mitgliedern verbessern.“ Die damit verbundenen Aufgaben betrachten die Verantwortlichen des Regionalligisten als machbar. „Die Einführung stellt uns vor einige Herausforderungen. Wir müssen das System zunächst kennenlernen, um unseren Mitgliedern umfassend erklären zu können, was die Einführung eines neuen Systems bedeutet. Schritt für Schritt arbeiten wir uns voran und haben bereits große Fortschritte bei der Registrierung der Mitglieder und Zeitnehmer erzielt“, sagt Geschäftsführer Marc Flegel. Der 2. Vorsitzende Eugen Feldhoff, der im Verein eine Art Legendenstatus als Zeitnehmer hat, sieht es ähnlich – und er erklärt, was für ihn gegebenenfalls auf den Tisch kommt: „Wir hoffen, dass bis zum Saisonstart alles reibungslos funktioniert. Für den Fall der Fälle haben wir bereits klassische Spielberichte ausgedruckt, die händisch ausgefüllt werden müssen. In meiner gefühlten 50. Saison habe ich schon viele Veränderungen erlebt, aber ich bin zuversichtlich. Wenn alles funktioniert, freuen wir uns auf das einheitliche System, das uns hoffentlich helfen wird, effizienter zu arbeiten.“ Die Papier-Spielberichte aus der Urzeit als Lösung? Ein interessanter Gedanke.

Ich sag euch was: Tim Gentges ist gespannt, was bis zum Saisonstart noch auf den TV Aldekerk und die anderen Vereine zukommt. (Foto: Sven Frank)

Relativ gelassen sieht das Peer Pütz, der mit dem TSV Bayer Dormagen II als Regionalliga-Meister in die 3. Liga aufgestiegen ist: „Viel kann ich dazu nicht sagen. Ich glaube, das mit den Spielplanungen und so ist zumindest besser geworden. Ansonsten ist das, wie bei so einem neuen System immer, dass es noch ein, zwei Verbesserungsmöglichkeiten gibt.“ Überwiegend unaufgeregt wirken aus der Regionalliga auch die Trainerkollegen Kelvin Tacke (HSG Refrath/Hand) und Ronny Rogawska (Borussia Mönchengladbach). „Wir hatten bisher nur kleinere Probleme, zum Beispiel bei der Umsetzung von einem Spiel, das in Nuliga angesetzt und dann übertragen werden musste, da wir die Spielberechtigungen frühzeitig auf den Weg gebracht hatten und da noch Nuliga nutzen konnten“, erklärt TackeHektik scheint bei Rogawska ebenfalls nicht vorhanden zu sein: „Bis jetzt hat es gut geklappt bei uns mit der Registrierung – aber auch, glaube ich, weil wir sehr früh angefangen haben zu registrieren. Ich glaube, das Problem ist auch, dass sich jetzt viele anmelden wollen. Es kann gut sein, dass das System nicht so funktioniert, wie man es sich erhofft hat, oder dass es zu viele auf einmal machen. Es gibt mit Sicherheit immer, wie es ist bei neuen Sachen, auch Fehler, auf die man nicht geachtet hat und die dann kommen. Das muss sich alles einspielen.“ Regionalliga-Kollege Tim Gentges vom TV Aldekerk sieht ein paar Baustellen mehr: „Ich weiß nicht, ob das alles schon komplett ausgeklügelt ist, was sie sich da in diesem Programm versprechen. Ich kann immer nur das sagen, was ich so höre, dass es da noch nicht so ganz rundläuft. Unsere beiden niederländischen Spieler haben erhebliche Probleme, sich da anzumelden. Das hat schon zigfach nicht geklappt und keiner kann gerade wirklich dabei helfen. Wir sind im Kontakt mit dem Verband, ob die uns da Hilfestellung irgendwie geben können, aber es ist wohl etwas komplizierter, das ganze System. Unterm Strich kann man festhalten, dass das System vielleicht noch nicht ganz so glatt läuft. Vielleicht hätte es ein bisschen länger überdacht werden sollen, müssen, können. Man wird sehen, welche Schwierigkeiten das am Anfang bereiten wird – oder nicht.“

Den weitgehend Unbesorgten, die von einem Happy End ausgehen, steht jedenfalls eine Flut an Beschwerden, Kritikpunkten und teilweise Verzweiflung oder hochgradigen Ärger ausdrückenden Stellungnahmen gegenüber. Relativ unmissverständlich äußert sich etwa Hajo Pfeiffer, der Sprecher des Regionalliga-Aufsteigers TuS Lintorf: „Ich musste erst mal ein Feedback von unserem Norbert Heinemann abwarten, der sich bei uns um das Ganze kümmert. Der arme Kerl ist schon ganz verzweifelt – weil es chaotisch ist und viel zu umfangreich. Das ist eine epische Arbeit, jeder muss sich registrieren. Das ist sehr problematisch bei Kindern, wo dann ja die Erwachsenen auch eine E-Mail-Adresse hinterlegen müssen für die Kinder und so weiter und so weiter. Die Frage ist, was ist mit dem elektronischen Spielbericht? Das weiß keiner, die Darstellung ist zu klein. Es wäre sicherlich besser gewesen, es ein bisschen komprimierter zu veröffentlichen mit einer Übergangsphase. Wir sind als TuS 08 mit Handball360 zum aktuellen Stand nicht zufrieden – im Gegenteil. Es ist ein extremer Verwaltungsakt zu Lasten der Vereine und der Saisonbeginn rückt immer näher. Wir haben große Zweifel, dass wir zum Saisonstart tatsächlich mit einem elektronischen Spielbericht im Rahmen von Handball360 starten, wie auch immer der auszusehen hat. Keine Ahnung. Also von daher, das war ein Schnellschuss vom DHB und durchgepeitscht. Ich denke, das hätte man viel besser vorbereiten müssen beziehungsweise vielleicht auch mit einer Übergangsphase, dass man das vielleicht über ein Jahr streckt und dann nächstes Jahr parallel laufen lässt.“ Lintorfs Sportlicher Leiter Kalle Töpfer stellt eine spannende Frage: „Die drohen an, wenn man sich nicht angemeldet hat, ist man nicht spielberechtigt. Sollen die ganzen Mannschaften nur mit sechs oder sieben Leuten auflaufen?“ 

Ebenfalls gespannt: Korschenbroichs Sportlicher Leiter Kkaus Weyerbrock hofft sehr, dass der Handball unbeschadet in die neue Saison starten kann. (Foto: Sven Frank)

Über Probleme allgemeiner Art und einen besorgten Blick auf den Start berichtet auch Klaus Weyerbrock, der Sportliche Leiter des TV Korschenbroich. „Hatte bei den Spielberechtigungen schon mit Problemen gerechnet und alle sieben Neuzugänge bereits im Juni abgewickelt. Als Admin kann ich die Spieltermine sehen. Sie sollen – glaube ich – am 17. August online in Handball.net veröffentlicht werden. Ein ganz großer Aufwand ist natürlich, im Verein die Eltern über die Trainer zu überzeugen, ihre Kinder mit eigener E-Mailadresse etc. zu registrieren – zudem demnächst noch alle Offiziellen aller Teams (Trainer, Co-Trainer, Betreuer, Zeitnehmer/Sekretäre, Schiedsrichter etc.) im System über ihre ID mit ihrer Tätigkeit zuzuordnen. Das ist ein heftiger zusätzlicher Aufwand für alle ehrenamtlichen Vereinsadmins (Handball-Abteilungsvorstände), die vor dem Saisonbeginn eigentlich andere Aufgaben stemmen müssen. Man wird sehen, ob beim ersten Spieltermin einzelne Spieler und Offizielle wegen fehlender Registrierungen nicht teilnehmen dürfen. So etwas darf natürlich nicht passieren und würde dem Ansehen unseres Sportes sehr schaden.“ Stefan Kuck, beim HC Weiden in der Regionalliga der Co-Trainer von Marc Schlingensief und im Verein beinahe in allen Bereichen unermüdlich tätig, sieht nicht weniger starke Stolpersteine: „Die Kommunikation ist miserabel, wirkt nicht besonders gut durchdacht und geplant. Infos bekommt man nur sehr schleppend. Spielpläne sind bisher nur intern sichtbar, Spielberechtigungen sind auch inzwischen möglich. Ich bin gespannt, ob alles zum Saisonstart wirklich funktioniert – oder ob das System völlig überlastet ist oder einfach noch nicht funktioniert. Das in meinen Augen das größte Manko für die Zukunft: Es ist nicht besonders gut kompatibel mit dem Handy und bisher gibt es keine App.“

Gar kein gutes Haar lässt der Pulheimer SC, bei dem Trainer Freddy Rudloff nach dem Abstieg aus der Oberliga in die Verbandsliga eine Art Neu-Aufbau betreibt, an der Umstellung. „Mein Urlaub ist sehr, sehr schön – und er läuft deutlich besser als das neue Registrierungssystem. Ich habe mich damals natürlich direkt angemeldet an dem Tag, wo wir es machen sollten. Ich konnte aber nur angeben, dass ich aus dem Bergischen Handballkreis komme. Nur weil es keine andere Option gab, habe ich es einfach gemacht. Ich weiß nicht, ob das jetzt letztlich reicht oder ob ich das auch noch mal machen muss. In der Mannschaft haben einige mir schon im Training gesagt, das funktioniert vorne und hinten nicht. Es sind auch noch bei Weitem nicht alle Spieler angemeldet. Deshalb bin ich mal gespannt.“ Michael Ehlert, der Leiter Spielbetrieb bei den Hornets, bestätigt seinen Coach: „Ich glaube, viele waren überrascht von dem System und auch das Thema mit den individuellen Anmeldungen mit Ausweis und eigener E-Mail bei den Kindern war mit etwas Unbehagen verbunden. Leider sind viele Registrierungen mit Problemen verbunden, die Mehraufwand für die Leute bedeuten. Generell funktioniert ja noch nicht alles, das finde ich einen Monat vor Saisonbeginn sehr bescheiden. Der Datenimport war eine Katastrophe und bedeutet extremen Mehraufwand bei Schiedsrichtern und Zeitnehmern. Der Spielplan ist nicht einsehbar für Dritte, da nur so vernünftig geplant werden kann. Generell ist alles wenig geplant, das hätte alles viel früher stattfinden müssen.“ Stimmen aus dem Kreis der Aktiven ergänzen das Bild. Erstens: „Die Registrierung war bei mir ohne Probleme, Passbeantragung/Spielberechtigung für neue Spielerinnen problematisch.“ Zweitens: „Bei mir war eine Registrierung bis dato nicht möglich, zumal auch Daten zu meiner Person falsch hinterlegt wurden. Ein anderer Punkt für mich ist der Datenschutz. Mir ist nicht ganz wohl dabei, alle Daten zu hinterlegen. Ich finde das alles etwas undurchsichtig.“ Drittens: „Die Registrierung war bei mir auch etwas holprig. Der Identitäts-Check hat immer wieder eine Fehlermeldung ausgespuckt. Obwohl ich die Registrierung dadurch nicht wirklich abschließen konnte, scheint es irgendwie geklappt zu haben. Ich kann mich zumindest jetzt bei 360 anmelden. Es sind allerdings keinerlei Daten eingepflegt, was Verein/Spielbetrieb angeht (wahrscheinlich noch zu früh), und es sieht teilweise echt sehr verbuggt aus.“

Mindestens gemischte Gefühle beschäftigen den Oberligisten TuS Königsdorf, bei dem sich der für die Spielplanung zuständige Wolfgang Weitz aus dem Vorstand als Administrator um die Angelegenheit kümmert: „Dass der Start holprig wird, war zu erwarten“, meint Weitz, „bei der Registrierung haben wir im Großen und Ganzem weniger Probleme, wobei ein nicht lösbares Problem auftritt, wenn eine Person einen längeren zweiten Vornamen hat, der in Nuliga nicht eingetragen wurde. Dann wird bei der Passabfrage die Meldung ausgegeben, dass die Namen nicht übereinstimmen. Bei der Spielplanung habe ich immer die Spielpläne aus Nuliga durch Copy and Paste in Excel importieren können. Die jetzt zur Verfügung stehende Excel-Exportfunktion liefert eine Datei, bei der ich noch viel Arbeit habe, um daraus eine übersichtliche Form zu erhalten. Blöderweise kommt die gesamte Spielpaarung in eine Zelle und auch Datum und Uhrzeit. Die Hallenbezeichnung in der Exceldatei ist eine einzige Katastrophe. Nuliga hatte da auch immer die Hallennummer angegeben, was alles vereinfacht hat. Zu den Spielpässen gebe ich eine Meinung ab, wenn ich den ersten Vereinswechsel beantragt habe. Das Verfahren scheint aber nicht so schlecht zu sein, wobei die Spieler und Spielerinnen jetzt mehr selber tun müssen. Es bleibt abzuwarten, wie das läuft.“ Ergänzend sieht er einen weiteren Fallstrick: „Eine Bearbeitung der Spielpläne auf dem Handy als schnelle Lösung ist unmöglich, weil man auf dem Handy nichts mehr sieht.“

Eine breite Palette an Mängeln steuert auch die TSV Bonn rrh. bei. Ein Auszug: „Der Informationsfluss ist von Beginn an kaum vorhanden. Avisierte Schulungen haben bis heute nicht stattgefunden. Bei der Registrierung der Kinder kamen Eltern teilweise an ihre Grenzen. Die Vereine, die bis zur Abschaltung am 29.6. nicht daran gedacht haben, sich die Spielerliste aus NuLiga zu ziehen, haben keine Möglichkeit, Ihre Spielberechtigungen mit Handball360 abzugleichen. Wir wissen nicht, ob die Spieler/-innen, die sich bis Saisonbeginn nicht in Handball360 registriert haben, wirklich nicht spielberechtigt sind, da in Handball360 trotzdem bei Spielberechtigung ein Haken ist. Die Funktionen konnten alle nicht aus Nuliga importiert werden, so dass jeder Verein händisch die Rollen wie Trainer, Schiedsrichter, Zeitnehmer, etc. zuweisen muss. Mein Posteingang läuft voll mit Abmeldungen, Vereinswechseln und Anträgen Zweitspielrecht. Die Nachfrage von Eltern und Spielern und Spielerinnen häufen sich – und wir wissen nicht, wann es weitergeht.“ Als Mann der klaren Worte gilt Peter Trimborn seit jeher. Und auch diesmal nimmt der Trainer des TV Palmersheim – siehe oben – kein Blatt vor den Mund, obwohl er im Verein nicht mal direkt fürs Thema verantwortlich ist: „Von dem kann ich eigentlich nichts Positives sagen. Bei uns hat sich zwar jeder registrieren können und jeder hat einen Code, das ist alles okay. Aber ich glaube, es gibt danach irgendwie Probleme für die Leute, die dafür zuständig sind, da reinzukommen, das zu öffnen. Sie werden mal rausgeschmissen, es gibt Systemabstürze. Von rundlaufen kann man da gar nicht sprechen. Das ist im Moment eher ein kleines Desaster oder so. Ob und wie sie das abgestellt bekommen? Ob das wirklich so eine gute Idee war mit so einem kompletten Umbruch? Vielleicht hätte man das mal in irgendeiner Liga oder irgendeiner Mannschaft oder irgendwo Schritt für Schritt probieren sollen. Vielleicht ist es vorher irgendwo getestet worden, aber das hätte man vielleicht mal eine ganze Saison testen sollen. Systeme sind halt bei so etwas immer anfällig. Da werden, glaube ich, ein paar in Panik geraten, weil es in sechs Wochen losgeht. Ich bin aber weiter positiv, vielleicht klappt es ja noch.“ Man mag fast mit ihm durchatmen: „Ich habe mich nur angemeldet, da war für mich der Drops gelutscht. Um alles andere kümmern sich andere Leute.“