| 19. Oktober 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |

Hiergeblieben! Jan Micus (Mitte) war zwar mit neun Toren der beste Werfer seiner Haaner und auch des gesamten Spiels, die Punkte gingen aber mit dem 32:30 an Finn Niechoj (links), Jan Magnus König (rechts) und den TV Korschenbroich. (Foto: Sven Frank)
Die Borussia aus Mönchengladbach beginnt sich da oben einzurichten. Das ist die erste Erkenntnis nach dem fünften Spieltag, an dem das Team von Trainer Ronny Rogawska gegen den BTB Aachen (Zehnter/4:6) relativ ungefährdet mit 37:32 (21:16) gewann und deshalb mit 10:0 Zählern weiter auf dem ersten Platz liegt – als einziger Regionalligist, der in dieser Saison noch keine Niederlage hinnehmen musste. Zweite Erkenntnis: Der OSC Rheinhausen, vor einer Woche mit 29:31 in Mönchengladbach unterlegen, hat dieses Ergebnis offensichtlich hervorragend verdaut, wie er jetzt beim erstaunlich hohen 35:22 (19:8) im Ruhrgebiets-Derby gegen die komplett chancenlose HSG am Hallo Essen (Sechster/6:4) nachhaltig unter Beweis stellte – die bis dahin immerhin ungeschlagen war. Dritte Erkenntnis: Die TSV Bonn rrh. hat sich nach dem 37:20 (17:11) bei der SG Langenfeld (14./0:10) fast unbemerkt im oberen Drittel festgesetzt und nur am zweiten Spieltag mit dem 29:32 gegen den TV Korschenbroich verloren, der seinerseits erneut an einem Handball-Krimi beteiligt war und gegen Unitas Haan (Achter/4:6) erst auf der Zielgeraden ein 32:30 (14:15) unter Dach und Fach brachte. Rheinhausen, Bonn und Korschenbroich (jeweils 8:2) sind nun die ersten Verfolger der Mönchengladbacher, die bald ein echtes Spitzenspiel bestreiten: Am 7. November tritt die Borussia bei der Fortsetzung der Meisterschaft im Anschluss an die Unterbrechung wegen der Herbst-Schulferien in Bonn an. Bis zur direkten Vorbereitung darauf begeben sich Rogawska und seine Mannschaft in den Genuss-Modus: „Jetzt auf Platz eins zu stehen kurz vor den Ferien, ist unerwartet und sehr schön. Das nehmen wir mit.“
Wenig Positives in die Ferien konnte die drei Aufsteiger mitnehmen. Der TuS Lintorf (Elfter/3:7) hatte das Duell mit dem zuvor noch sieglosen HC Weiden (13./2:8) bereits frühzeitig verloren und er rannte beim 25:31 (8:14) von Beginn an hinterher. Sogar mehr als 40 Gegentreffer musste die HSG Siebengebirge hinnehmen (Zwölfter/2:8), die nach dem 33:42 (19:20) beim HC Gelpe/Strombach (Fünfter/6:4) zusammen mit den Langenfeldern jenes Duo bildet, das weiter auf den ersten Sieg in der Serie 2025/2026 wartet. Kein Wunder: Lintorf, Siebengebirge und Langenfeld halten sich gerade mitten in der fürs Ziel Klassenerhalt gefährlichen Zone auf. Keine gewagte Prognose: Weil zwischen dem Achten Haan und dem Vorletzten Weiden nur zwei Punkte Unterschied liegen, wird es auch unten spannend bleiben. Und im Übrigen bekommt das untere Drittel demnächst ebenfalls sein „Spitzenspiel“: Am 7. November erwartet die HSG Siebengebirge das Schlusslicht SG Langenfeld. Was der TV Aldekerk mit in die Pause nimmt? Vermutlich weiß er es selbst noch nichzt ganz genau. Die Mannschaft von Trainer Tim Gentges, die vor Wochenfrist glaubte, mit dem 25:24 gegen die Korschenbroicher endgültig auf den Weg in eine stabile Saison eingebogen zu sein, zeigte am Sonntagnachmittag zum Abschluss des fünften Spieltages bei der HSG Refrath/Hand vornehmlich in der ersten Halbzeit eine Nicht-Leistung, verlor deshalb am Ende auf keinen Fall unverdient mit 26:29 (9:13) und steckt als Siebter bei nun 5:5 Zählern im Mittelmaß fest – und liegt dort gar nicht mehr besonders weit vor den auf den neunte Platz verbesserten Refrathern (4:6).
Tabellenführer Mönchengladbach ließ sich vom 2:3 (5.) gegen Aachen nicht lange irritieren und führte wenig später bereits mit 10:6 (14.). Bis zum 10:12 (17.) blieben die Gäste vor allem dank ihres treffsicheren Rückraumspielers Carsten Jacobs dran und auch das 15:16 (27.) ließ ihnen noch viele Möglichkeiten. ehe die Borussia durch einen 4:0-Lauf bis zum 20:15 (30.) die Basis für den späteren Erfolg legte. Übers 24:16 (39.) und 28:18 (43.) rückte ein Ergebnis mit mehr als zehn Toren Differenz in den Bereich des Möglichen, doch dem BTB gelang nach dem 24:35 (53.) ein schadensbegrenzender Schluss-Abschnitt – unter anderem durch vier Treffer hintereinander zum 28:35 (58.) und durch eine Dreier-Serie vom 29:37 (59.) zum 32:37-Endstand (60.). Das sah Borussia-Trainer Rogawska grundsätzlich nicht so gerne, doch unter dem Strich war er durchaus einverstanden mit der Leistung der Hausherren: „Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Chancen liegen lassen – durch Nachlässigkeit, und Konzentrationsverlust. So konnten wir den BTB ein bisschen zurückbringen im Spiel. Das wollten wir ändern für die zweite Halbzeit und das haben wir auch, glaube ich, gut hingekriegt. Ich konnte in der zweiten Halbzeit durchwechseln. Das ist eine schöne Sache, wenn man das so hinkriegen kann. Ich denke, der Sieg war von Anfang bis zum Ende voll verdient. Was mich ein bisschen ärgert ist, dass wir mit zehn oder elf Toren vorne sind und nun die nächsten fünf oder zehn Minuten viele Tore verschenken. Aber das ist auch Meckern auf hohem Level.“ Rogwaskas Aachener Kollege wirkte eher ernüchtert. „Leider haben wir den Tabellenführer weder defensiv noch offensiv herausfordern können. Zu fehlerbehaftet war unser Auftritt. Am Ende fällt das Ergebnis noch knapper aus, als der Spielverlauf war. Die Tatsache, dass wir als Mannschaft bis zur letzten Sekunde um das bestmögliche Resultat gefightet haben, nehme ich als positiven Aspekt mit. Ansonsten zeigt uns dieses Spiel sehr deutlich, woran wir zu arbeiten haben. Über die Herbstpause haben wir jetzt einige Hausaufgaben“, stellte Philipp Reinertz fest.
Ein hohes Niveau erreichten im Ruhrgebiets-Derby nur die Rheinhausener, denn nach dem 5:4 (11.) überrollten sie die zuletzt überzeugende HSG am Hallo (noch keine Niederlage, zwei Unentschieden, zwei Siege) und ließen nach dem 8:4 (14.) nicht mehr den kleinsten Zweifel am Ausgang des Abends aufkommen. Geradezu eine Demütigung für Essen war jene Phase ab der 9:6-Führung (18.). als der OSC gegen eine hilflose HSG innerhalb von neun Minuten einen 9:0-Lauf auf die Platte legte und entscheidend auf 18:6 (27.) erhöhte. Später kletterte der Vorsprung vom 23:14 (39.) innerhalb von siebeneinhalb Minuten durch eine 6:0-Serie sogar auf 29:14 (47.) und das finale 35:22 (60.) auf der Anzeigetafel war immer noch mehr als deutlich – für den OSC die reine Freude, für die HSG eine richtige Ohrfeige. Essens Trainer Marvin Wettemann redete nicht um den heißen Brei herum: „Glückwunsch von meiner Seite an den OSC zu diesem auch in dieser Höhe absolut verdienten Sieg. Wir müssen ehrlich sagen, dass wir in keinster Art und Weise für dieses Spiel bereit waren. Über 60 Minuten finden wir nicht ein einziges Mal zu unserem Spiel und das, was wir uns vornehmen. Wir haben einfach viele Attribute vermissen lassen, die wir in den letzten Wochen gemacht haben. Dementsprechend tut diese Niederlage extrem weh, die auch in der Art und Weise einfach nicht noch einmal vorkommen darf. Wir werden die Pause jetzt nutzen, das Ganze aufarbeiten und nach den Herbstferien wieder angreifen.“ Auf der anderen Seite hatte Rheinhausens Trainer-Duo mit Sascha Wistuba und Nico Biermann weniger als nichts auszusetzen: „Das war ein echtes Statement. Mit einer überragenden Abwehr- und Torhüterleistung, angeführt von Noah Adrian, setzen wir die erfahrene Mannschaft aus Essen von Anfang an enorm unter Druck. Im Angriff machen wir insgesamt auch ein starkes Spiel. Hier hatte jeder Spieler seine Momente und seinen Anteil am deutlichen Erfolg. Über unser Tempospiel setzen wir uns Tor für Tor ab und dominieren ab der zehnten Minute. Der Sieg war in der Höhe gegen einen so erfahrenen Gegner sicher nicht zu erwarten und ist für uns sehr wertvoll. Wir können nur den Hut vor der Leistung der Jungs ziehen. Jeder Spieler hat heute ein Sonderlob verdient. In der Abwehr ackern sie alles weg, die Torhüter glänzen das ganze Spiel über und vorne haben wir einen enormen Spielwitz gezeigt. Das Team hat sehr diszipliniert gespielt und so belohnen sie sich völlig zu Recht mit zwei Punkten.“
Ähnlich viel Klarheit hätten sich definitiv auch die Korschenbroicher gewünscht, die allerdings für den Sieg gegen Haan praktisch bis zur letzten Sekunde alles investieren mussten und ein Happy End bekamen – wie in dieser Saison bereits beim 33:32 gegen die HSG Siebengebirge, aber anders als zuletzt beim 24:25 als Gast des TV Aldekerk. Das Duell mit einigen Führungswechseln lief beim 11:14 (26.) in die für Korschenbroich falsche Richtung und später beim 18:15 (36.), 22:19 (41.) in die richtige. Auf der Zielgeraden sprach mit dem 28:26 (54.) wieder mehr für die Unitas. die durch Jan Micus auch das 30:29 (58.) vorlegte. Florian Krantzen (58.) und Dustin Franz (59.) anworteten darauf für den TVK mit dem 31:30, bevor sich beide Seiten ein Auszeiten-Duell lieferten (59./Haan, 60./Korschenbroich). Mehr Erfolg hatten hier die Gastgeber, denn Torben Schirner gelang drei Sekunden vor dem Ende das entscheidende 32:30. TVK-Coach Frank Berblinger zeigte sich vor allem erleichtert: „Haan hat uns alles abverlangt. Es war ein Abnutzungskampf und kurz dem Ende haben wir noch mit einem Tor hinten gelegen. Hintenraus haben wir dann einen 5-2-Lauf. Riesen Kompliment an die Jungs. Felix Krüger konnte heute im Tor sein Comeback geben. Er hat ab der 20. Minute gespielt und einen sehr, sehr ordentlichen Einstand gehabt. Ansonsten war es eine herausragende Mannschaftsleistung, alle haben ihren Part dazu beigetragen. Wir können mit 8:2 Punkten wirklich glücklich und zufrieden in die Pause gehen.“
Ein weiteres Mitglied im Bund der sehr Zufriedenen sind gerade die Bonner, die mit einigem Respekt vor dem Gegner nach Langenfeld gefahren waren, dann aber auf einen personell erheblich geschwächten Aufsteiger trafen – und die Partie beinahe von Beginn an sehr einseitig gestalteten. Die SGL schaffte zwar durch André Moser das 1:0 (1.) und mit dem 1;1 (2.) stand noch ein Unentschieden auf der Anzeigetafel, aber bereits mit dem 7:2 (10.) für die TSV zeichnete sich der später im klarer werdende Lauf der Dinge ab. Beim 22:12 (37.) in der zweiten Halbzeit lag die Lücke zum ersten Mal im zweistelligen Bereich und ab dem 25:15 (43.) wurde es noch deutlicher, zumal die Bonner selbst auf der Zielgeraden keine Zurückhaltung zeigten – 32:20 (56.), 37:20 (60.). Allein vier Treffer hintereinander aus dieser Fünfer-Serie gingen auf das Konto von Niklas Bitzer, der es in der Summe als bester Werfer des Abends auf zwölf Tore brachte. TSV-Trainer Florian Benningshoff-Lühl nahm die beiden Punkte trotz eingeschränkter Möglichkeiten bei den Gastgebern gerne mit: „Wir sind sehr happy, dass wir diese erste Saisonphase mit so einem klaren Sieg abschließen und mit 8:2 Punkten sind wir unfassbar zufrieden. Das hätten wir vor der Saison mit Sicherheit so gekauft. Wir hatten ein deutlich schwereres Spiel erwartet, aber Langenfeld hat doch sehr viele Ausfälle zu beklagen gehabt und das hat man über die volle Distanz gemerkt. Wir machen es aber auch sehr gut. In der zweiten Halbzeit sind es sehr, sehr viele Tempogegenstöße, wo Niklas Bitzer oft vorne richtig steht und einnetzt – und wo Langenfeld einfach nicht mehr viel entgegenzusetzen hat aufgrund der Personalnot. Das ist auch ein schönes Polster fürs Torverhältnis.“
Eher mäßig war die Stimmungslage dagegen bei der HSG Siebengebirge – was unter anderem und zuerst damit zu tun hat, dass die Mannschaft von Trainer Lars Degenhardt im fünften Anlauf ebenfalls einen Sieg verpasste. Außerdem war der Auftritt im Oberbergischen beim HC Gelpe/Strombach nur bis zum 19:20 am Ende der ersten Halbzeit spannend. Sieben Minuten und 21 Sekunden später hatten die Gastgeber ihren Vorsprung auf ein 27:19 (38.) geschraubt und für den Rest des Spiels rannte die HSG immer deutlich hinterher. Das 29:34 (50.) direkt vor der Endphase war danach der geringste Rückstand, doch im Endspurt baute Gelpe/Strombach sein Polster noch einmal aus – 39:31 (56.), 42:33 (59.). Degenhardt war enttäuscht vom Verlauf der 60 Minuten: „Das Spiel kann man relativ schnell zusammenfassen. Wir haben einfach, vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit, keine gute Leistung mehr gebracht. Wir haben zu wenige Zweikämpfe im Abwehrverbund gewonnen. Wir hatten zu wenig Durchsetzungsvermögen im Angriff und wir hatten viel zu viele technische Fehler – und im Abschluss lassen wir zu viel liegen. Insofern haben wir den Gegner sehr häufig zu schnellen Gegenangriffen eingeladen, die wir wiederum im Rückzugsverhalten nicht gut verteidigt haben. Wir hätten auch mit unterschiedlichen Maßnahmen, die wir versucht haben zu ergreifen, an dem Tag keinen Erfolg gehabt. Deswegen Glückwunsch an Gelpe zu einem vollkommen verdienten Erfolg. Wir gucken jetzt, dass wir die Herbstpause gut nutzen und wir werden dann in den sechs Spielen bis Weihnachten versuchen, entsprechend den ersten Sieg zu holen und weitere Punkte zu sammeln.“
Die ersten Punkte hat nun der HC Weiden auf seinem Konto, der nach Lintorf eine 0:8-Ausbeute aus den vier Spielen mitgebracht hatte – und dennoch von Beginn an dominierend auftrat. Weiden führt mit den Ausnahmen beim 0:0 am Anfang des Spiels und beim 1:1 (3.) kurz darauf immer. Übers 5:4 (11.). 9:5 (20.) und 12:6 (27.) war das 14:8 (30.) am Ende der ersten Halbzeit eine sehr tragfähige Basis für den Erfolg, der in der zweiten Halbzeit nicht wirklich in Gefahr geriet. Lintorf, das vor einer Woche bei Unitas Haan noch deutlicher verloren hatte (25:37), kämpfte sich da zwar bis auf 15:19 (41.) und 18:23 (49.) heran, aber Weiden fand immer die aus seiner Sicht richtigen Antworten – 26:19 (53.), 28:21 (56.), 28:23 (58.), 30:24 (60.). Klar: HC-Trainer Schlingensief konnte mit dem Resultat eine Menge anfangen. „Das war ein verdienter Sieg, da wir von Anfang an sehr aktiv und körperbetont verteidigt haben, womit Lintorf nachhaltig Probleme hatte“, fand Weidens Coach, „und das, was auf das Tor kam, hat Tom Keller größtenteils entschärft. Daraus konnten wir viele Konter fahren, die wir teilweise noch verworfen haben. Selbst als Lintorf mit dem 4:2 oder einer offene Manndeckung agiert hat, haben wir vorne unsere Chancen herausgespielt. Hier konnte sich vor allem die Achse Sam Meurer und Simon Bock in Szene setzen. Uns fällt natürlich ein gewisser Stein vom Herzen, aber das kann natürlich nur der Anfang sein – und wir hoffen, dass dieser Sieg jetzt für den November und Dezember beflügelt.“ Einfacher wird die Fortsetzung der Meisterschaft dabei sicher nicht, denn am 7. November kommen die Korschenbroicher in die Halle Parkstraße. Anschließend geht es zur HSG Refrath/Hand – die ja diesmal bereits die Aldekerker mit dem 29:26 überraschte.
Über diese Überraschung durfte sich der TVA, bei dem Co-Trainer Nils Wallrath den aus privaten Gründen fehlenden Chefcoach Gentges federführend vertrat, aufgrund einer katastsophal schwachen ersten Halbzeit nicht beklagen. Während sich die Gastgeber vor allem defensiv leidenschaftlich in die Partie begaben, wirkte Aldekerk lange Zeit komplett harmlos – und bis zum 4:10 (22.) fanden die Gäste mit nur vier eigenen Toren aus über 20 Minuten praktisch gar nicht statt. Dass sich der 9:13-Rückstand am Ende der ersten Halbzeit sogar noch in Grenzen hielt, lag im Übrigen weniger an einer eigenen Steigerung, sondern an der ebenfalls nicht kleinen Zahl an Fehlern bei den Hausherren, die ihren Vorsprung nach der Pause trotzdem bis zum 19:14 (39.), 21:16 (43.) und 23:18 (45.) festigen konnten. Der TVA kam erst zurück in die Partie, als es fast zu spät war – 21:23 (49.), 22:24 (52.). Die HSG erhöhte durch Sam Ramin und Jan Schallenberg aus 25:22 (52.) und 26:22 (52.), musste allerdings ab dem 26:25 (55.) wieder bangen. Anschließend gelang Julius Walch das 27:25 (56.), bevor Thomas Plhak mit einem Siebenmeter für die Gäste scheiterte (58.) und Steffen Hahn kurz darauf dennoch den 26:27-Anschluss (59.) erzielte. Mit dem 28:26 (60.) von Schallenberg war danach vieles klar für die Hausherren und mit dem 29:26 (60.) durch Pascal Noll sechs Sekunden vor dem Ende alles.
Für die Refrather, die nach drei Startniederlagen zum zweiten Mal hintereinander gewannen (vorher 27:26 bei der HSG Siebengebirge) brauchte Trainer Kelvin Tacke nicht lange, um das Gesehene zusammenzufassen: „Wir haben es heute geschafft, das Spiel aus einer guten Abwehr heraus direkt auf unsere Seite zu ziehen. Leider hatten wir immer Phasen, wo wir zu leichte Fehler gemacht haben – und dann hat sich daraus in der zweiten Hälfte ein Krimi entwickelt, den wir am Ende verdient gezogen haben. Ich freue mich über die Leistungssteigerung und Stabilität, die wir uns in den letzten zwei Wochen gemeinsam erarbeitet haben.“ Gentges-Vertreter Nils Wallrath musste da viel weiter ausholen – und aus seinen Worten sprach einiges an Enttäuschung. „Das war mitunter mit Sicherheit die schlechteste erste Halbzeit der Saison. Das war unterirdisch“, sagte Wallrath, „man muss den Jungs zumindest zugutehalten, dass sie alles versucht haben – das zwar mehr schlecht als recht, aber wir haben uns nicht abschlachten lassen. Um so ein misslungenes Spiel letztendlich noch zu gewinnen, müssen auch diese 50:50 Bälle mal auf unsere Hände fallen. Und dann ist da halt der Wille, den Refrath mehr an den Tag gelegt hat. Nach der Handballwerbung in der letzten Woche war das heute teilweise zum Abgewöhnen. Dass wir trotz des hohen Rückstands noch rankommen, macht ein wenig Mut. Daran müssen wir uns hochziehen. Wir drehen uns im Kreis und die Stabilität müssen wir uns hart erarbeiten. Aber wir werden nicht müde, wir machen weiter.“
TuS Lintorf – HC Weiden 25:31 (8:14).
TuS Lintorf: Büttner, Hallfeldt – L. Pape (1), Friedrich, Reissig (3/1), Lenzen (4), R. Pape, Rüther (1), O’Meara (2), Demir (3), Hartmann, Samko (3), Reinartz, Hackbeil (3/1), Brozovic (5).
HC Weiden: Keller, Riechmann – T. Meurer (1), J. Frauenrath, Debye (1), Xhonneux (4/1), Bösel (1), K. Frauerath (3), Fiedler (2), Deutz (1), Bergerhausen, S. Meurer (8), Bock (6), Wieczorek (2), Eissa (2).
Borussia Mönchengladbach – BTB Aachen 37:32 (21:16).
Borussia Mönchengladbach: Vieten, Erkes – Prinz (1), Jennes (2), Weis (10/7), Herholz (2), Bremges (6), Semrau (1), Weisz (6), Berner, Hansen (4), Drewa, Lipok (2), Markovic (2), Forstbach (1), Kölling.
BTB Aachen: Schüler, Klein – Monteiro Pai (7/1), Vogt, Jacobs (8/2), Boulouednine, Kessel, Pollmann-Daamen (3), Käsgen (1), Klinkenberg (2), Wagner (2), Schmitz, Herzog (3), Schnalle (2), Panse (4).
OSC Rheinhausen – HSG am Hallo Essen 35:22 (19:8).
OSC Rheinhausen: Lenz, Seemann – Adrian (4), Scherz (2), Terwint (3), Rippelmeier, Petersen (8), Klein, Ernst (6), Lange (2), Zwarg, Hüller (6), Engels (4).
HSG am Hallo Essen: Christmann, Ludorf (1) – Blum (1), Basholli (2), Sinkovec, Enders, Neitsch, Szczesny (1), Schulz (4), Ciupinski, Dragunski (3), Mittich (1), Dreier (2), Schupe (7).
TV Korschenbroich – Unitas Haan 32:30 (14:15).
TV Korschenbroich: Bartmann, Krüger – Krantzen (7), Eugler (2), Hartz, Niechoj (2), Vereijssen, König (3), Schimanski (2), Lüsebrink (4), Karolidis, Stolzenberg, Franz (6), Schirner (6/2).
Unitas Haan: Seher, Joest – Schulz (2), Mensger, Wöstmann (2), Riemann (2), Korbmacher (2), Werthebach (2), Micus (9/2), Rath, Hinkelmann (2), Thomas (6/1), Bleckmann (3), Scheithauer.
HC Gelpe/Strombach – HSG Siebengebirge 42:33 (20:19).
HC Gelpe/Strombach: Banaschewitz (1), Löpker – Dräger, Euteneuer, Maier (10/3), Klinnert, Pötz (5), Kübler (6), Jürges, Roth (3), Kasch (7), Müller (1), Meinhardt (5), Falkenreck (4), Liebe.
HSG Siebengebirge: Kaese, Löcher – Dziendziol (5), Steinhaus (1), Schroeder (4), Nitsche (11/3), Brichs (1), Hayer (1), Schulz (4), Nüsse, Gross, Hock (2), Marcinkovic, Ladig (2), Krefting (2).
SG Langenfeld – TSV Bonn rrh. 20:37 (11:17).
SG Langenfeld: Faust, Hüttel – Kühnel (1), Preissegger (1), Irle, Moser (4), Schlösser (2), Lajnef (3), Idel, Gottlob, Raschke (3), Meuser (3/1), Scholl, Nelte (1), Schößer (2).
TSV Bonn rrh.: Meißenburg, Czerwinski – Krohn (2/2), Bullerjahn (2), Hoffmann (7), N. Holtermann (2), Santen, Heitkötter (2), Bitzer (12/3), Holbe, M. Holtermann, Sander (2), Kasper (5), Bohrmann (3), Danz, Weber.
HSG Refrath/Hand – TV Aldekerk 29:26 (13:9).
HSG Refrath/Hand: Krämer, Borchardt – Branding (1), Willers (4), Schallenberg (3), Mielke, Hohenschon (3), Bürger, Georgi (2), Ramin (3), Noll (8/3), Merz, Baur, Walch (2), Dibowski (1), Hosseini (2).
TV Aldekerk: Buchmüller, Schoemackers – Grützner, Floeth (2), Brockmann, Plhak (3/2), Hahn (8/1), Könnes (4), Perey, Tobae (1), Küsters (5), Hinz (2), Gangelhoff, Rutten.