3. Liga Nord-West
Longerich ringt LiT Tribe nieder, Gummersbach unterliegt Volmetal
Die VfL-Reserve verpasste gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf erneut wichtige Punkte.

Dehnbar: Philipp Ruch leistete mit der von ihm bekannten Akrobatik einen wichtigen Anteil für den Sieg des Longericher SC. (Foto: Thomas Schmidt)

LiT Tribe Germania – Longericher SC 23:25 (11:13). Die Longericher kamen beim Aufsteiger in Nordhemmern am Ende zu einem Arbeitssieg, der unterm Strich verdient und auch nur selten gefährdet war. Die Gäste gaben nach dem 2:3 (5.) ihre Führung nicht mehr her, konnten die Germania aber auch über die gesamte Spieldauer hinweg nie komplett abschütteln. Die Hausherren ihrerseits mussten die frühe Rote Karte gegen Piotr Grabarczyk (7.) beim Stand von 3:4 verkraften. Die Kölner um Trainer Andreas Klisch lagen in der Folge bis zur Halbzeit immer mit ein bis drei Treffern vorne – wie zum Beispiel beim 4:7 (14.) oder 10:13 (28.). Entscheidend absetzen konnte der LSC sich aber nicht und beim 14:15 (37.) war LiT Tribe plötzlich sogar wieder in Schlagdistanz. Das 17:18 (47.) beantworteten Bennett Johnen (47.) und Nico Pyszora (48.) dann mit dem 17:20, bevor Johnen kurz darauf mit einer Zeitstrafe vom Platz musste (50.). Stark: Tim Hartmann erzielte in der Unterzahl das 18:21 für seine Kölner (50.) und legte kurz darauf das 18:22 (51.) nach.

Dieser Vorsprung von vier Treffern hielt dann trotz aller Versuche der Gastgeber bis kurz vor dem Ende – 21:25 (60.). Dass die Germania in den letzten 40 Sekunden noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte, tat der Kölner Stimmung wenig Abbruch. Ein Garant für den Erfolg war Keeper Philipp Ruch, der in den wichtigen Phasen einige starke Paraden einstreute. Der LSC steht damit – genau wie zu Beginn der Woche – bei 21:13 Punkten als Sechster in der (bereinigten) Tabelle. Durch den Rückzug der HSG Rhein Vikings verlieren die Longericher die beiden Zähler, die sie im Hinspiel beim 31:28-Sieg gewonnen hatten.

Longericher SC: Ruch, Burggraf – Peters (1), Thöne (2), Pyszora (1), Hartmann (4), Schlösser (7/2), Mestrum (1), Wolf, Tomassini, Schulz (4), Johnen (1), Zerwas (1), Dahlke (3).

 

VfL Gummersbach II – TuS Volmetal 26:29 (12:14). Die Gummersbacher Reserve hatte zum wiederholten Mal in dieser Saison die Gelegenheit, sich durch einen Erfolg über einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf Luft zu verschaffen, zog aber wieder einmal den Kürzeren. Durch einen Sieg gegen die Gäste aus Hagen hätte die Mannschaft von VfL-Trainer Maik Thiele am TuS vorbeiziehen können. Stattdessen rutschten die Gummersbacher mit jetzt 11:23 Punkten auf Rang 13, Volmetal stockte sein Konto dagegen auf 14:20 Zähler auf und ist jetzt Zehnter. Besonders ärgerlich: Thiele konnte sogar auf einen voll besetzten Kader zurückgreifen, was in dieser Saison bisher eher die Ausnahme war. Trotzdem erwischten die Gäste zunächst den besseren Start – 3:6 (11.). Erst nach und nach fand die VfL-Reserve ins Spiel und war beim 7:7 (14.) wieder gleichauf. Nach dem 9:9 (16.) brachte eine Phase von über elf Minuten ohne eigenen Treffer dann aber den 9:12-Rückstand (28.).

Nach dem Seitenwechsel folgte die stärkste Gummersbacher Serie, als der VfL aus dem 14:18 (35.) das 19:18 (44.) machte und später beim 22:19 (47.) eigentlich auf dem richtigen Weg schien. Doch plötzlich klappte vorne wieder zu wenig und die Partie kippte erneut – 23:24 (52.). Auch begünstigt durch zwei Zeitstrafen gegen Tobias Weiler (51.) und Fynn Herzig (55.) nutzte Volmetal die Situation aus und setzte sich auf 24:26 (56.) und 25:28 (59.) ab. Dass Thieles Team die letzten 56 Sekunden in Überzahl verbrachte, nutzte nichts und mehr als das 26:28 durch Mathis Häseler (60.) gelang nicht mehr. Stattdessen setzten die Gäste mit dem 26:29 den Schlusspunkt.

VfL Gummersbach II: Krouß, Hasenforther (1) – Da Rocha Viana, Bisten, Starcevic (1), Weiler (1), Keil, Häseler (4), Schuster, Schmidt, Perey, Meinhardt (3/1), Villgratner (4), Stüber (5), Herzig (4), Busch (3).